Intensivpflege

Strukturierte Einarbeitung in der Intensivpflege

Mitarbeiter der Intensivstation

Am Robert-Bosch-Krankenhaus und seinem Standort Klinik Schillerhöhe werden auf vier Intensivstationen Schwerkranke oder vital bedrohte Menschen betreut. Die Ausstattung der Stationen mit Monitoring-, Beatmungs- und Infusionsgeräten ist auf dem neuesten Stand. Doch als zweite wichtige Säule für die optimale Betreuung und Pflege der Patienten und ihrer Angehörigen zählt der Faktor Mensch – der einzelne Mitarbeiter auf der Station mit seiner fachlichen und sozialen Kompetenz.

Um den hohen Anforderungen und der besonderen Verantwortung der Mitarbeiter in der Intensivpflege gerecht zu werden, hat das Robert-Bosch-Krankenhaus ein Paket an verschiedenen Maßnahmen geschnürt.  

Einarbeitungsmodul Intensivstation

Die Arbeit im Intensivpflegebereich unterscheidet sich wesentlich von der Arbeit auf einer „Normalstation“ und ist verbunden mit besonderen pflegerischen Situationen und spezifischen Problemen.

Durch eine gezielte Einarbeitung im Rahmen des neu etablierten Einarbeitungsmoduls Intensivstation möchte das Robert-Bosch-Krankenhaus eine schnelle Weitergabe von Wissen und Erfahrungen an neue Mitarbeiter erreichen. Die strukturierte Einarbeitung vermittelt Sicherheit im Umgang mit dem Patienten,  ermöglicht eine rasche Eingliederung ins Team und stärkt Motivation und Engagement der Mitarbeiter.

Das Programm richtet sich insbesondere an Pflegepersonen mit mindestens dreijähriger Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege und ist vor allem für Berufsanfänger geeignet.

Im Rahmen von Tagesfortbildungen oder zweistündigen Einheiten zwischen 13 und 15 Uhr erlangen die Teilnehmer theoretische und praktische Kenntnisse rund um die pflegerische Versorgung auf der Intensivstation. Das sechswöchige Programm baut auf den bereits vorhandenen Kernkompetenzen auf. Durch die Gliederung des Einarbeitungsmoduls in Themenblöcke kann die Teilnahme an den einzelnen Einheiten dem individuellen Wissensstand des neuen Mitarbeiters entsprechend erfolgen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Nutzung der Fortbildungsangebote des Bildungszentrums sowie zur Teilnahme an der jährlich angebotenen Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie am Bildungszentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses.

Optimierte Arbeitsorganisation

Als weiterer Baustein wurden im Intensivpflegebereich Änderungen in der Arbeitsorganisation umgesetzt:

Fachpflegekräfte für Intensivpflege und Anästhesie haben nach der dreijährigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege berufsbegleitend eine anspruchsvolle zweijährige Weiterbildung absolviert.

Um zu gewährleisten, dass Fachpflegekräfte beim Patienten arbeiten und dort ihre Kernkompetenzen zum Einsatz bringen, wurden auf den Intensivstationen Organisationsassistentinnen etabliert.

Es handelt sich dabei um qualifizierte Mitarbeiter, zum Beispiel Medizinische Fachangestellte, die administrative, organisatorische und Service-Aufgaben übernehmen. Für die Fachpflegekräfte entstehen dadurch Freiräume für die Pflege, Überwachung und Behandlung der Patienten und die Betreuung ihrer Angehörigen.

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