Interdisziplinäres Zentrum für Brusterkrankungen
Früherkennung
Mammographie-Screening
Seit dem Jahr 2007 ist auch in Baden-Württemberg das Mammographie-Screening eingeführt worden. Verschiedene Studien zu Mammmographie-Reihenuntersuchungen (Screening) konnten zeigen, dass regelmäßige Mammographien (alle 2 Jahre) bei Frauen zwischen 49 und 69 Jahren die Sterblichkeit durch Brustkrebs um 25 bis 35 Prozent senken können, da die Tumoren in aller Regel in einem früheren Stadium erkannt werden und damit erfolgreicher zu behandeln sind.
Unsere Ärzte besitzen eine KBV-Zulassung als Operateure sowie als Diagnostiker (z.B. Vakuumstanzbiopsie) im Rahmen des Screening-Programms. Deshalb können Sie sich bei einem auffälligen Befund, der durch eine Screening-Mammographie entdeckt wurde, zur weiteren Therapie in unserem Brustzentrum vorstellen.
Wir nehmen sowohl an den Screening-Konferenzen der Mammascreening Region Stuttgart/Esslingen (www.mammascreening-stuttgart.de; Programmverantwortlicher Arzt: Dr. med. Axel Helwig) als auch an den Konferenzen der Region Ludwigsburg (www.radiologie-lb.de; Programmverantwortlicher Arzt Dr. med. Hans-Ulrich Klimeck) teil.

Die digitale Mammographie bietet eine genaue Darstellung selbst kleinster Herdbefunde.
Regelmäßige frauenärztliche Untersuchung
Die jährliche Tastuntersuchung beim Frauenarzt ist weiterhin Bestandteil des Früherkennungsprogramms. Die Bedeutung dieser Untersuchung liegt darin begründet, dass mit der Mammographie nicht alle kleinen Tumoren entdeckt werden und sich in Einzelfällen auch während der zwei Jahre zwischen den Mammographieuntersuchungen ein schnellwachsender Tumor entwickeln kann.
Darüberhinaus wird vom Frauenarzt Ihre ganz persönliche Risikokonstellation, die durch individuelle Lebensumstände und familiäre Gegebenheiten beeinflusst wird, in die Untersuchungen mit einbezogen und die Intensität und Frequenz der Früherkennungsuntersuchungen dadurch mitbestimmt.
Frauen unter 50 Jahren und über 70 Jahren, die nicht in das Screening-Programm eingeschlossen sind, sollten diese Untersuchung in jedem Fall wahrnehmen.
MammaCare
Wird ein Tumor im Frühstadium entdeckt, so liegt die Heilungschance bei über 90 Prozent. Da die meisten Brustkrebserkrankungen durch Selbstuntersuchung erkannt werden, sollten Frauen spätestens ab dem 30. Lebensjahr mit dieser Form der Vorsorge beginnen. Sie stellt eine wichtige Ergänzung zur Abtastung durch den Arzt bzw. zur Mammographie dar.
MammaCare ist ein Tasttraining zur Brustkrebsfrüherkennung. Ihr Wert wird entscheidend erhöht durch eine regelmäßige monatliche Durchführung sowie durch die richtige Technik, die in gezielter Anleitung vermittelt werden muss.
Kurs MammaCare. Die Teilnehmerinnen trainieren das systematische Abtasten ihrer Brust. An naturgetreuen Silikonmodellen lernen sie, Knoten unterschiedlicher Größe und Härte von den Strukturen normalen Brustgewebes zu unterscheiden.

