Leistungsspektrum des Darmzentrums
Labordiagnostik und Pathologie

Viele Darmtumoren gehen mit der Erhöhung eines speziellen Wertes im Blut, dem Tumormarker CEA (Carcinoembryonales Antigen), einher. Deshalb wird dieser routinemäßig vor jeder Therapie bestimmt.
Nach einer erfolgreichen Operation sinkt ein erhöhter Wert im Regelfall rasch ab und erlaubt die weitere Verlaufskontrolle. Bleibt der CEA-Wert im Normbereich, ist ein Rückfall unwahrscheinlich, steigt er erneut an, muss ein solcher unbedingt ausgeschlossen werden.
Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen trotz Gegenwart eines Dickdarmkrebses keine CEA-Wert-Erhöhung nachgewiesen werden kann. Bei ihnen eignet sich dieser Parameter dann nicht für die Verlaufskontrolle.
Eine nicht geringe Anzahl von Patienten – nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird von bis zu fünf Prozent aller Darmkrebspatienten ausgegangen – leidet unter einer vererbten Form des Dickdarmkrebses (Kolonkarzinom). Häufig finden sich in der Familie dieser Menschen weitere Angehörige, die an einem Darmkrebs oder auch an einem bösartigen Geschwür anderer Organe wie der Gebärmutter, der Eierstöcke, der Niere oder des Magens erkrankt sind.
Da diese Form vererbt, also genetisch an die Nachkommen weitergegeben werden kann, ist es von großer Bedeutung, die Betroffenen frühzeitig zu identifizieren. Nur dadurch können jene, die noch nicht erkrankt sind, durch regelmäßige endoskopische Kontrollen mit rechtzeitiger Entfernung der entartungsgefährdeten Polypen geschützt werden.
Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP)
Dem Darmzentrum angeschlossen ist das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP), ein international renommiertes Forschungsinstitut, das über moderne Methoden der Molekularbiologie und Pharmakogenomik verfügt.
Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie
Spezialuntersuchungen in der Pathologie
In der ebenfalls im Robert-Bosch-Krankenhaus angesiedelten Pathologie werden neben der etablierten mikroskopischen Diagnostik alle verfügbaren Spezialuntersuchungen wie Immunhistochemie und In-situ-Hybridisierung durchgeführt. Diese Untersuchungen erlauben eine genaue Differenzierung der Tumorzellen und lassen damit eine bessere Einschätzung ihres Wachstums- und Ausbreitungsverhaltens zu.


