04. November 2003 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) unter neuer Leitung

Stuttgart (SACHS) Am 01.10.2003 hat Dr. Clemens Becker die Leitung der 1998 eröffneten Klinik für Geriatrische Rehabilitation übernommen. Bislang wurde die Klinik von Prof. Ulrich Kuhlmann, Chefarzt der Abteilung „Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie“ am RBK, kommissarisch geleitet.
Dr. Becker, Facharzt für Innere Medizin und Klinische Geriatrie, war zuletzt Leitender Oberarzt in der Bethesda Geriatrischen Klinik Ulm und Geschäftsführer des Geriatrischen Zentrums Ulm/Alb-Donau. Seine Arbeiten zu den Themen „Prävention von sturzbedingten Verletzungen bei älteren Menschen“ und „Kraft und Balance bei älteren Menschen“ wurden 2003 mit dem Berliner Gesundheitspreis ausgezeichnet. Der 48-jährige Mediziner ist zudem Mitglied der Experten Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission zum Thema „Sturzprävention und posturale Kontrolle“ und seit 2001 Berater der AOK Hauptverwaltung Baden-Württemberg.
Neue Behandlungsmethoden in der Rehabilitation älterer Menschen zeigen die Möglichkeiten einer Rückgewinnung selbstständiger Lebensführung auf. Mehr als 80% der Betroffenen können wieder in ihre häusliche Umgebung zurückkehren. In den nächsten 15 Jahren wird mit einer Verdopplung der altersassoziierten Erkrankungen nicht nur in Stuttgart gerechnet. Diese Prognose zeigt die immensen inhaltlichen und organisatorischen Herausforderungen der Altersmedizin auf.
Die Klinik für Geriatrische Rehabilitation am RBK verfügt über 80 Betten und 20 Plätze in der Tagesklinik. Sie ermöglicht damit circa 1.200 Patienten im Jahr die Chance, unter fachlicher Anleitung in einen selbstbestimmten Lebenskreis zurückzufinden. Ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten, Sozialarbeitern und Psychologen bietet den Patienten ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das auf die individuellen Belange und die jeweilige Lebenssituation abgestimmt ist. Behandlungsschwerpunkte der Klinik sind unter anderem: Zustand nach Schlaganfall, Frakturen und Amputationen; neurologische Erkrankungen wie z.B. M. Parkinson; Immobilität und Verlust der Alltagskompetenz nach akuten internistischen Erkrankungen sowie nach schweren operativen Eingriffen.
In der nahen Zukunft wird sich das Arbeitsfeld der Geriatrischen Rehabilitation erweitern. Neben der stationären Behandlung wird es zunehmend tagesklinische und ambulante Behandlungsangebote geben.

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