23. Januar 2004 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Neue Dialysestation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Betrieb genommen. Modernisierung der Klinik liegt im Zeitplan

Stuttgart (GP) Seit 2002 laufen am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) die Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten für eine komfortable Klinik der kurzen Wege auf Hochtouren. „Entgegen aller Bedenken im Vorfeld,  kommen trotz unserer Bautätigkeit bei laufendem Betrieb nicht etwa weniger Patienten zu uns: wir sind voll belegt, das RBK ist voll ausgelastet“,  berichtet Geschäftsführer Ullrich Hipp zufrieden. Gleichwohl ist man bei den Verantwortlichen nun erfreut ­- eine Etappe ist geschafft: als abgeschlossener Baustein der ersten Phase konnte die neue Dialysestation in Betrieb genommen werden.  Dafür wurden rund zwei Millionen Euro investiert..

Am RBK ist die Zahl der Dialysen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Zurzeit werden 7.000 Hämodialysen pro Jahr von der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie durchgeführt. Der Trend geht bundesweit nach oben, denn Nierenerkrankungen sind unter anderem Folge einer Zunahme der sogenannten Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Altersdiabetes und Bluthochdruck. Zurzeit werden in Deutschland von einer Million Einwohnern etwa 700 dialysiert, die Neuerkrankungsrate an einem chronischen Nierenversagen liegt bei etwa 185 Personen pro 1 Million Einwohner. Die Behandlung der Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz erfolgt überwiegend in ambulanten Dialysezentren. In Baden-Württemberg kommen auf 2.350 ambulante Dialyseplätze etwa 250 stationäre Dialyseplätze. Dieses Verhältnis gewährleistet, dass ambulant behandelte Patienten aus den Dialysezentren im Großraum Stuttgart bei Notwendigkeit jederzeit im Krankenhaus behandelt werden können. Grund zur stationären Aufnahme sind entweder Komplikationen der Dialysebehandlung, wie zum Beispiel ein Verschluss oder eine Infektion des Shunt, über welchen die Blutentnahme für die Dialysebehandlung erfolgt. Ferner müssen Dialysepatienten mit anderen Dialyse-unabhängigen Erkrankungen wie beispielsweise Herzerkrankungen oder Lungenentzündungen gegebenenfalls stationär aufgenommen werden. Diese Versorgung ist in Stuttgart nur am RBK und in einer weiteern Klinik möglich. Insbesondere für Patienten unserer Klinik für Geriatrische Rehabilitation bietet dieser Service ein großes Plus. Zudem können nur am RBK gynäkologisch operierte Patientinnen ohne Transport dialysiert werden.

Zusätzlich zu den stationären Patienten werden in der Abteilung etwa 60 ambulante Patienten regelmäßig mit der Hämodialyse oder mit der Peritonealdialyse behandelt, erläutert Professor Ulrich Kuhlmann, Chefarzt der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie.
„Hämodialysepatienten kommen drei Mal wöchentlich zur Behandlung zu uns, eine Dialysebehandlung dauert etwa vier bis fünf Stunden.
Diese Patienten verbringen viel Zeit im Krankenhaus. Deshalb muss alles stimmen: medizinisch und pflegerisch gute Versorgung, frische Atmosphäre, harmonisches Ambiente, freundliche Mitarbeiter, Fernsehen.... , fast wie im Hotel. Mit den Angeboten der neuen Station können wir diese Erwartungen nun erfüllen“, so Professor Kuhlmann.

Die neue Station umfasst 15 Dialyseplätze, davon zwei Plätze in getrenntem Raum für Patienten, die mit antibiotikaresistenten Keimen besiedelt sind. Zwei weitere Plätze in einem separaten Raum ermöglichen die Behandlung von Hepatitis B- und C-Patienten.
Durch den Einbau einer hochmodernen Umkehrosmoseanlage findet eine verbesserte Wasseraufbereitung statt, was für die Dialysequalität eine entscheidende Rolle spielt. Jeder Dialyseplatz ist optimal für alle Belange der Patientenbetreuung ausgestattet. Komfort bieten die großzügige räumliche Gestaltung und die Fernseheinrichtung an jedem Patientenbett. „Die neue technische Ausstattung und das Raumangebot der Dialysestation bedeuten eine deutliche Verbesserung, die von unseren Patienten positiv aufgenommen wird“, meint auch Stationsleiter Richard Zwergal.

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