02. Juni 2004 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Exzellente Bildqualität bei niedriger Strahlendosis
Neuen Herzkathetermessplatz am Robert-Bosch-Krankenhaus in Betrieb genommen.
Am Robert-Bosch-Krankenhaus ist jetzt ein neuer Herzkathetermessplatz mit dynamischem Flachbilddetektor erfolgreich in Betrieb gegangen. Dieser AXIOM Artis dFC von Siemens Medical Solutions bietet exzellente Bildqualität bei niedriger Strahlendosis - für Untersuchungen in der Kardiologie eine leistungsfähige Alternative zum herkömmlichen Bildverstärker.
„Der neue Herzkathetermessplatz liefert hervorragende Bildergebnisse“, beurteilt Prof. Dr. Udo Sechtem, Chefarzt der Abteilung Kardiologie und Pulmologie am Robert-Bosch-Krankenhaus die neue Technologie. Um Herzkranzgefäße sichtbar zu machen, werden diese bei einer Röntgenuntersuchung durch einen dünnen Kunststoffschlauch, dem Katheter, mit Kontrastmittel gefüllt. Dadurch werden die Gefäßstrukturen auf der Röntgenaufnahme erst sichtbar. Eventuelle Verengungen (=Stenosen) oder Verschlüsse können sofort auf dem Monitor leicht diagnostiziert werden. Dank der hohen Auflösung sind am neuen Herzkathetermessplatz auch feinste Gefäßstrukturen, Verengungen oder bereits vorhandene Gefäßstützen, genannt Stents, bei gleichzeitig reduzierter Kontrastmittelgabe genau sichtbar. Wird bei der Untersuchung eine Verengung festgestellt, kann das verengte Gefäß sofort behandelt werden. Zum Beispiel mit Hilfe eines winzigen Ballons, der durch den liegenden Katheter in das Gefäß eingeführt und mit einem Kontrastmittel/Wasser-Gemisch mit einem Druck von 8 bis zu 16 atm aufgeblasen wird, genannt Ballondilatation.
„Die neue Anlage liefert einen enormen Zugewinn an Bildkontrast, dadurch ist eine deutlich bessere Beurteilung der Engstellen möglich,“ beschreibt Prof. Dr. Udo Sechtem die Erfahrungen der ersten Woche mit dem neuen Herzkathetermessplatz. Auch die einfache Handhabung des gesamten Bildsystems, das direkt vom Patiententisch aus gesteuert werden kann, ist eine Verbesserung gegenüber der alten Anlage.
Neben den digitalen Röntgenbildern können auf den Bildschirmen am Untersuchungstisch auch Ultraschallbilder zur Erleichterung der Behandlung zeitgleich eingespielt werden. „Eine entscheidende Erleichterung bei Kombinationseingriffen,“ erklärt Dr. Hill, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pulmologie am Robert-Bosch-Krankenhaus.
Ein reibungsloser Datenaustausch mit dem Krankenhausinformationssystem des Robert-Bosch-Krankenhauses ist mit dem neuen Herzkatheter ebenfalls gewährleistet. „Diese Neuanschaffung verbessert somit nicht nur die Qualität der medizinischen Versorgung am Robert-Bosch-Krankenhaus, sondern trägt auch der Optimierung der klinischen Abläufe Rechnung,“ betont Ullrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses. Die Stationen beauftragen im Bereich der Kardiologie neben den Herzkatheteruntersuchungen, auch alle sonstigen apparativen Untersuchungen mittels Computer, wie zum Beispiel die Erstellung eines EKGs oder einer Echokardiographie. Das Ergebnis ist eine verbesserte Terminplanung durch zeitgleiche Verfügbarkeit der Arbeitslisten und sofortige Übermittlung aller Anforderungen. Darüber hinaus soll jetzt mit der neuen Anlage auch die digitale Vorhaltung von Anforderungen und Befunde aller Abteilungen möglich gemacht werden. Schon seit Januar 2003 können die Ärzte am RBK die Befunde der Radiologie inklusive der Röntgenbilder „per Computer“ sofort abrufen. Dies wird künftig auch für die Bilder aus dem Herzkatheter möglich sein.
