19. Dezember 2005 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Robert-Bosch-Krankenhaus übernimmt zum 1. Januar 2006 die Klinik Schillerhöhe - Entscheidung gefallen - Vertragsunterzeichnung am 19. Dezember 2005 erfolgt

Stuttgart/Gerlingen. Neuer Träger der Klinik Schillerhöhe, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie in Gerlingen, ist das Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart. Der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (ehemals LVA) hat in seiner Sitzung am 15. Dezember 2005 dem ausgehandelten Vertrag zur Übernahme der Klinik durch das Robert-Bosch-Krankenhaus für eine Laufzeit von zunächst 20 Jahren zugestimmt. Damit sei, so die Vertreter beider Träger übereinstimmend, die Zukunft der Klinik Schillerhöhe im Verbund mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus gesichert.

Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand am Montag, 19. Dezember 2005 im Beisein von Vertretern des Vorstandes und der Geschäftsführung des Rentenversicherers sowie der Geschäftsführungen der Robert Bosch Stiftung und des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) statt. Die Robert Bosch Stiftung als Gesellschafterin der RBK-GmbH hatte sich Ende November ebenfalls für den Betriebsübergang ausgesprochen.

Damit steht einer Betriebsübernahme zum 1. Januar 2006 nichts mehr im Wege. Die RBK-GmbH als neue Trägerin hat sich verpflichtet, den Standort der Fachklinik in Gerlingen als Akutkrankenhaus für mindestens sieben Jahre beizubehalten. Für die Mitarbeiterschaft wurden betriebsbedingte Kündigungen für die nächsten fünf Jahre ausgeschlossen. Darüber hinaus sind Investitionen in Höhe von fünf Millionen Euro zugesagt.

Als hochspezialisiertes pneumologisches Zentrum der Maximalversorgung mit überregionaler Bedeutung ergänzt die Klinik Schillerhöhe in idealer Weise das Versorgungsspektrum des RBK im akutmedizinischen Bereich. Die Klinik Schillerhöhe benötigt ihrerseits einen wirtschaftlich gesunden, medizinisch kompetenten Partner, dessen Leistungsspektrum die Spezialexpertise der Klinik in Gerlingen ergänzt. So beabsichtigen das Robert-Bosch-Krankenhaus und die Klinik Schillerhöhe in den Bereichen Prävention, Akutversorgung, Rehabilitation, Pflege und Palliation ein gemeinsames sektorenübergreifendes Angebot für die Bürger der Region zu schaffen, das in Abstimmung mit dem Sozialministerium und den Kassen komplementäre medizinische Bereiche zu einem Kompetenzzentrum „Atmung“ zusammenführt.

Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg habe es sich mit ihrer Entscheidung, die Klinikträgerschaft aus der Hand zu geben, nicht leicht gemacht. Der Betrieb eines Akutkrankenhauses sei jedoch nicht gesetzlicher Auftrag eines Rentenversicherungsträgers, so Helmut Rapp, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. In schwierigen Zeiten müsse sich die Rentenversicherung primär ihren originären Aufgaben, der Rehabilitation und Rente, widmen. Im Verbund mit dem in der Region Stuttgart hervorragend aufgestellten Robert-Bosch-Krankenhaus eröffneten sich für die angesehene Spezialklinik in Gerlingen langfristige Zukunftsperspektiven.
Zusammen werde man eine wichtige und innovative Rolle beim bevorstehenden Umbau der Krankenhauslandschaft in der Region Stuttgart spielen, freut sich Ullrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses, auf die Herausforderung.

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