18. Januar 2005 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Optimale Bedingungen für Stammzelltransplantationen am Robert-Bosch-Krankenhaus
Die umfangreichen Bauarbeiten am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) machen’s möglich: Patienten, die eine Stammzelltransplantation oder eine Leukämietherapie benötigen, werden hier jetzt auf einer neuen, speziell für ihre Bedürfnisse eingerichteten Station betreut. Die Aufbereitung und Lagerung der Stammzellen findet ebenfalls in neuen Räumlichkeiten statt. Damit bietet das RBK seinen Patienten bei der Transplantation von Stammzellen nun eine rundum optimale Versorgung.
Das hochmoderne Stammzelllabor betreiben die Fachabteilung für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie, die Fachabteilung für Labormedizin und die Apotheke interdisziplinär. Prof. Walter Erich Aulitzky, onkologischer Chefarzt, erläutert, warum: „So können wir das Know-How der Beteiligten am besten bündeln - sowohl im klinischen und pharmazeutischen Bereich als auch bei Qualitätssicherung und –kontrolle.“ Das Labor, in dem die Stammzellen bearbeitet und bei minus 160 Grad Celsius gelagert werden, besitzt Reinraumqualität: In der Luft des Raumes, die etwa einmal pro Minute komplett ausgetauscht wird, sind praktisch keine Partikel mehr zu finden. Reinheit und Feuchtigkeitsgehalt der Luft sowie die Temperatur werden kontinuierlich überwacht und weisen stets den exakt gleichen Wert auf. Eine mehrstufige Schleuse mit steigendem Luftdruck garantiert, dass die Luft nur nach außen strömt. So kann keine verunreinigte Luft ins Innere des Raumes gelangen.
Für die Patienten mindestens ebenso wichtig ist eine Station, auf der nicht nur optimale hygienische Bedingungen herrschen, sondern wo sie sich auch wohlfühlen können. Die neue Station 4C, die über 14 Betten verfügt, bietet den Patienten beides: Hier wird, ebenso wie im Stammzelllabor, die Luft stark gefiltert und enthält praktisch keine Partikel mehr. Darüber hinaus ist durch eine besondere Wasseraufbereitungstechnik in jedem Zimmer auf der Station gewährleistet, dass das Wasser in Dusche und Waschbecken keimfrei ist.
Gerade für die hier behandelten Patienten, die häufig bis zu acht Wochen bleiben, ist eine freundliche und individuelle Atmosphäre der Räume wichtig. „Unsere Patienten sollen sich hier so gut es geht zu Hause fühlen“ sagt Stationsleiter Frank Wörnle. Dass helle Farben dominieren und breite Fensterfronten freie Sicht nach draußen ermöglichen – das findet man auch auf den anderen neuen Stationen im Robert-Bosch-Krankenhaus. Und auch die individuelle Gestaltung der Zimmer und des Flures mit Kunstwerken ist nichts, was es nur auf dieser Station gibt. Aber die hinter der Tapete verborgene Magnetfläche, die in jedem Zimmer eine gesamte Wand einnimmt und auf der die Patienten ihr Zimmer ganz persönlich mit Postern und Bildern gestalten können – das ist etwas, was die Patienten so bisher noch nicht kannten.
