14. Oktober 2005 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Neue Stationen für Onkologie und Palliativmedizin

Weiterer Bauabschnitt am Robert-Bosch-Krankenhaus abgeschlossen

Nach 10-monatiger Bauzeit konnten jetzt am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) die neuen Räumlichkeiten für die onkologische Station und die Palliativstation bezogen werden. Beide verfügen über eine optimal auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Patienten zugeschnittene Einrichtung.

Im Rahmen der umfangreichen Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen am RBK konnte jetzt der zweite Gebäudeflügel fertiggestellt werden. Er umfasst neben einer chirurgischen, einer gastroenterologischen Station und dem Mutter-Kind-Zentrum auch die Stationen der Onkologie und Hämatologie sowie der Palliativmedizin.

Im Bereich der Onkologie stehen 24 Betten für Patienten mit allen Arten von Krebserkrankungen einschließlich Leukämie und Lymphomen zur Verfügung. Die Patientenzimmer, Aufenthaltsbereiche und Funktionsräume sind großzügig und freundlich gestaltet – denn gerade in der psychischen und physischen Ausnahmesituation einer Krebserkrankung ist eine möglichst angenehme Umgebung besonders wichtig.
Patienten, die besonderer Fürsorge bedürfen, liegen in einem separaten Einzelzimmer. So können bei Bedarf auch die Angehörigen über Nacht bleiben, ohne dass der Zimmernachbar gestört wird.

Gleich nebenan befindet sich die vor kurzem bezogene Hämatologische Intensivstation für Patienten, die eine Stammzelltransplantation oder eine Leukämietherapie benötigen. Prof. Walter Erich Aulitzky, Chefarzt der Abteilung, hält die enge räumliche Anbindung für wichtig: „So können die bereits aus der Intensivstation vertrauten Ärzte die Patienten weiterhin betreuen, wenn sie auf die „Normalstation“ verlegt werden.“

Hilfe für Körper und Seele

Bereits 1999 wurde innerhalb der Abteilung Onkologie und Hämatologie am RBK eine Palliativstation mit acht Betten eingerichtet. Ein Team aus Pflegekräften, Ärzten, einer Psychologin, einem Seelsorger, Krankengymnasten sowie Ehrenamtlichen betreut dort ganzheitlich Patienten, deren Erkrankung nicht mehr heilbar ist. Neben der Kontrolle und Linderung von Symptomen wie Atemnot, Schmerzen und Übelkeit spielt hier ebenso das Eingehen auf soziale und psychische Nöte eine wichtige Rolle. Auch die Angehörigen finden professionelle Unterstützung. Das Ziel ist es, für die Betroffenen die bestmögliche Lebensqualität in der fortgeschrittenen Phase ihrer Krankheit zu erreichen.

Entsprechend wurden auch die neuen Räumlichkeiten der Station gestaltet: „Unsere Patienten sollen sich bei uns möglichst wie zu Hause fühlen“ erklärt Oberärztin Dr. Annette Steckkönig. Zwei Einzelzimmer, drei Doppelzimmer und ein gemütliches Wohnzimmer mit Küchenzeile bilden eine abgeschlossene Einheit. „Auf diese Weise haben wir hier eine sehr ruhige und wohnliche Atmosphäre“, so Frau Dr. Steckkönig. Breite Fensterfronten, ein eigens entwickeltes Kunstkonzept und ein freier Blick über die Stuttgarter Weinberge tun ihr übriges für das Wohlbefinden der Patienten.

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