29. September 2005 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Robert-Bosch-Krankenhaus: Hohes Qualitätsniveau durch Zertifizierung bestätigt

Das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) ist seit kurzem erfolgreich nach KTQ zertifiziert. Damit gehört es zur kleinen Gruppe von rund 12 Prozent aller deutschen Krankenhäuser, die diese Überprüfung ihrer Leistungen bisher erfolgreich bestanden hat. Bei einem Festakt am 29. September wurde das Zertifikat durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Gesellschafterausschusses der KTQ-GmbH, Prof. Friedrich Kolkmann, übergeben.

Die KTQ-Zertifizierung ist ein speziell für Krankenhäuser entwickeltes Verfahren, das von Krankenkassen, Bundesärztekammer, Deutschem Pflegerat und Deutscher Krankenhausgesellschaft gemeinsam getragen wird. Zentrales Ziel ist die optimale Behandlung eines jeden Patienten. Zudem dient der im Internet (www.ktq.de) veröffentlichte KTQ-Qualitätsbericht dazu, die Leistungen eines Hauses für Patienten, zuweisende Ärzte und die Öffentlichkeit transparent darzustellen. Bei der Übergabe des Zertifikats im RBK hob Prof. Kolkmann die hohe Aussagekraft dieses Berichts hervor: „Der KTQ-Qualitätsbericht enthält wesentlich mehr Informationen als der kürzlich von allen Krankenhäusern erstellte gesetzlich vorgeschriebene Bericht. Zudem wurde sein Inhalt von externen Sachverständigen objektiv nachgeprüft.“

Im Rahmen einer KTQ-Zertifizierung wird zunächst ermittelt, wo ein Haus gute Leistungen erbringt und an welchen Stellen Verbesserungspotentiale bestehen. Um ein Zertifikat zu erhalten, wird von allen Bereichen die selbstkritische Betrachtung genauso erwartet wie die Bereitschaft, bestehende Strukturen zu verändern. Die Themen, die bearbeitet werden müssen, gehen dabei weit über medizinische und pflegerische Aspekte hinaus: Der Umgang mit den Patienten wird genauso berücksichtigt wie beispielsweise Themen zur Arbeitsorganisation, der stetigen Weiterbildung oder der Sicherheitsvorkehrungen bei Notfällen.

Die Verleihung des KTQ-Zertifikats ist keine Selbstverständlichkeit. Auch für das RBK bedeuteten die hohen Anforderungen, dass alle Bereiche des Hauses erheblich gefordert waren. Im Herbst vergangenen Jahres hatte sich das Krankenhaus entschlossen, die Zertifizierung in Angriff zu nehmen. Nach mehreren Monaten der intensiven Vorbereitung war es dann im Juli diesen Jahres so weit: Drei Tage lang prüften externe Visitoren das Haus auf Herz und Nieren. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: „Ohne Einschränkungen“ konnten sie das RBK für die Vergabe des Zertifikats empfehlen.

Auch aus Sicht der Krankenkassen ist das Zertifikat ein Beleg für Qualität. Eberhard Mauser, Geschäftsführer der AOK Stuttgart, brachte dies in seinem Grußwort zum Ausdruck: „Wir wissen, dass unsere Patienten im RBK sehr gut versorgt sind. Denn auch hier spielt die Mannschaft des RBK wieder einmal in der Champions League.“

Dass die erfolgreiche Zertifizierung keine einmalige Aktion darstellen soll, ist den Verantwortlichen am RBK sehr wichtig. Der Prozess soll daher auch künftig von verschiedenen Experten begleitet und alle drei Jahre überprüft werden. Das Ziel dieser Aktivitäten machte Geschäftsführer Ullrich Hipp deutlich: „Unsere Patienten, in deren Sinn wir die Zertifizierung vorangetrieben haben, sollen sich auch künftig auf die Qualität unserer Leistungen verlassen können.“

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