11. Januar 2006 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Robert-Bosch-Krankenhaus bietet Einführungskurs in die Hospizarbeit an
"Ich bringe dem Patienten nichts mit. Nur mich selbst und viel Zeit. Das ist das Besondere." So beschreibt Frau Hess, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, ihre Arbeit in der Hospizgruppe "Leben und Sterben begleiten" am Robert-Bosch-Krankenhaus. Vorbereitet auf den Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen wurde sie in einem Einführungskurs, der alle zwei Jahre am Robert-Bosch-Krankenhaus angeboten wird.
Im März 2006 startet nun wieder ein solcher Vorbereitungskurs, der insgesamt ein knappes halbes Jahr dauert. Er umfasst ein Einführungswochenende und dreizehn Abende, die unter anderem Gesprächsführung, Kommunikation und die Reflexion über den eigenen Umgang mit Krankheit zum Inhalt haben.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, auch nach Beendigung des Kurses regelmäßig ehrenamtlich am Robert-Bosch-Krankenhaus tätig zu sein. Über den Kurs hinaus wird die Arbeit durch Supervision und Themenabende begleitet, die den Ehrenamtlichen eine Reflexion ihrer Tätigkeit ermöglichen.
Wichtig ist nach Aussage von Frau Hess außerdem, dass man bereit ist, sich auf einen Patienten einzulassen, mit ihm zu reden, ihm zuzuhören, ihn auch in den Arm zu nehmen, wenn er das möchte. "Viele Patienten", so berichtet sie, "haben niemanden, der sie besucht. Sie sind allein mit ihrer Diagnose und mit ihrer Krankheit." Für diese Patienten die richtige Person zu finden, die sie begleitet und unterstützt, ist Aufgabe der Hospizgruppe.
Anmeldeschluss für den im März 2006 beginnenden Einführungskurs ist der 20.01. 2006. Weitere Informationen erteilt Frau Christel Idler, Pflegerische Abteilungsleitung am Robert-Bosch-Krankenhaus, Tel. 07 11/81 01-34 42 oder 07 11/81 01-35 60.
