30. Januar 2006 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Robert-Bosch-Krankenhaus übernimmt Traditionshaus - Frauenklinik Charlottenhaus hat neuen Träger

Mit der notariellen Beurkundung am 30. Januar 2006 ist nun auch offiziell geregelt, was schon seit einigen Wochen vorbereitet wurde: Die Frauenklinik Charlottenhaus gehört jetzt auch zur Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH und damit zu einem Träger, der an mittlerweile drei Standorten über 850 Betten für die Patientenversorgung bereit stellt.

Bis Ende 2005 war der frei gemeinnützige Verein „Frauenklinik Charlottenhaus e.V., Stuttgart”  Träger der Klinik. Wunsch des Vereinsvorstands war es jedoch, das Haus unter Beibehaltung des Standortes und des Namens „Charlottenhaus“ noch besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und es einem starken Partner anzuschließen. Mit dem Übergang des Charlottenhauses zum Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) hat sich der Verein aufgelöst.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Häusern ist nicht neu: Das RBK war seit Oktober 1995 für das Management der Frauenklinik Charlottenhaus verantwortlich.
Neben einer engen Kooperation der beiden Kliniken im Kaufmännischen Bereich arbeiteten auch bisher schon das zertifizierte Brustzentrum des RBK und die Bereiche Gynäkologie und Plastische Chirurgie des Charlottenhauses eng  zusammen.

Das RBK hat zum 1. Januar auch die Klinik Schillerhöhe, das Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, übernommen. Ullrich Hipp, der Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH, ist davon überzeugt, dass die Zusammenführung der Häuser für alle Beteiligten Vorteile bringt: „Gemeinsam können wir unseren Patienten ein deutlich erweitertes und noch besser aufeinander abgestimmtes Leistungsspektrum anbieten. Alle drei Kliniken profitieren von den entstehenden Synergieeffekten und den erweiterten Möglichkeiten im Verbund.“ Mit den beiden neuen Kliniken verfügt das Robert-Bosch-Krankenhaus jetzt insgesamt über rund 850 Betten.

Die Klinik Charlottenhaus

Das Charlottenhaus ist eine Belegarztklinik auf dem Gebiet der Gynäkologie, Geburtshilfe, Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. Das familiäre Haus ist mit einer über 100-jährigen Geschichte eine der ältesten Stuttgarter Frauenkliniken. In 40 Betten werden in der historischen Villa in der Gerokstraße mit weitem Blick über Stuttgart jährlich rund 2.000 Patientinnen betreut. Viele Patientinnen kennen ihren Belegarzt bereits von der ambulanten Betreuung. Sie werden von dem Arzt ihres Vertrauens dann auch stationär weiterbehandelt. Zwischen 2001 bis 2004 wurden nach und nach die Räumlichkeiten des Charlottenhauses modernisiert. Heute entspricht die Ausstattung der Klinik allen modernen Anforderungen in Medizin und Pflege.  Die Klinik zeichnet sich durch ein langjähriges Mitarbeiterteam aus, bei dem die persönliche Betreuung der ihm anvertrauten Patienten ganz im Vordergrund steht.

Pro Jahr kommen im Charlottenhaus etwa 600 Kinder zur Welt. Diese Zahl bleibt seit Jahren entgegen dem allgemeinen Trend erfreulich konstant. Inzwischen wird etwa jedes zehnte Stuttgarter Kind in der Klinik mit der familiären Atmosphäre geboren. Manche Frau kommt schon in der 4. Generation in die Frauenklinik Charlottenhaus zur Geburt oder Operation. Das familienorientierte Angebot der Geburtshilfe reicht von der Schwangerschaftsüberwachung mit dem Schwerpunkt in pränataler Diagnostik über eine ganzheitliche, natürliche Geburtshilfe bis hin zu einem umfangreichen Kursprogramm. Das gynäkologische Leistungsspektrum umfasst alle gängigen Diagnose- und Behandlungsmethoden. Daneben bietet die Klinik seit 2004 auch den Bereich der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, u.a. mit Brustrekonstruktionen, Brustvergrößerungen und -verkleinerungen und Narbenkorrekturen an.

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