10. Mai 2006 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Ausstellung zu Kunstprojekten im Robert-Bosch-Krankenhaus
Vom 29. Juni bis 30. Juli 2006 wird im Robert-Bosch-Krankenhaus die Ausstellung „14 x Kunst am Bau – Realisierte Projekte von 2004 - 2006“ gezeigt. Die Ausstellung dokumentiert und beschreibt insgesamt vierzehn Kunstprojekte, die am Robert-Bosch-Krankenhaus in den vergangenen zwei Jahren auf Stationen und in der Mitarbeiter-Cafeteria von Künstlerinnen und Künstlern aus dem ganzen Bundesgebiet umgesetzt wurden. Die auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmte Gestaltung der Räumlichkeiten mit Kunstwerken erfolgte im Rahmen der derzeit laufenden Erweiterung des Krankenhauses, im Zuge derer alle Stationen und Funktionsbereiche umfassend modernisiert werden.
Das von Isabel Grüner, der Kunstbeauftragten des RBK, erarbeitete Kunstkonzept verfolgt den grundlegenden Gedanken, den einzelnen Stationen und Funktionsbereichen durch die bauliche Integration originaler Kunstwerke ein individuelles und wieder erkennbares Gesicht zu geben und durch sinnliche und geistige Impulse zum Wohlbefinden der Patienten, Mitarbeiter und Besucher beizutragen. Zur Umsetzung dieses Konzeptes wurden dreizehn Künstlerinnen und Künstler von der Kunstkommission und dem Direktorium des RBK ausgewählt, einen Entwurf für jeweils eine gesamte Station oder einen Funktionsbereich zu entwickeln und zu realisieren.
Die Ausstellung dokumentiert an Hand von Fotografien und Texten vierzehn unterschiedliche Positionen, die sich sowohl in der Wahl der künstlerischen Medien als auch in der inhaltlichen Herangehensweise unterscheiden. Jörg Mandernach etwa hat für die postoperative Überwachungsstation drei Deckenbilder in Lasurtechnik umgesetzt, die Motive aus dem Themenkreis „behüten, beschützen, bewahren“ beinhalten. Claude Horstmann nähert sich mit 33 Sätzen und Wörtern den physikalischen, akustischen oder auch seelischen Qualitäten von Raum und Körper an. Farbige Papierschnitte von Gabriele Basch schmücken mit Ausschnitten aus floralen Motiven die Patientenzimmer einer Station. Die Patienten der von Klaus Martin Treder gestalteten Station können die farbigen Wandobjekte in ihrem Zimmer in einer Art Suchspiel auf dem zentralen Wandbild im Stationsflur wiederfinden. Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit von In Ho Baik ist die Schwäbische Alb, deren unterschiedlichen Silhouetten er auf Aluminiumplatten übertragen hat. Den Zimmern und dem Flur des Mutter-Kind-Zentrums wurde mit Zeichnungen, Schablonengraffiti, Papierschnitten, Sperrholzfiguren und beklebten Sichtschutzscheiben von Peter Pommerer ein verspielt - erzählerischer Charakter verliehen. Für die Gynäkologische Ambulanz und den Kreißsaalbereich hat Simone Westerwinter fünf große Wandmalereien und zahlreiche Papierarbeiten realisiert, in denen sie kleine und große „Ja-Arbeiten“ mit abstrahierten Landschaftselementen kombiniert. Ebenfalls von Simone Westerwinter sind die Namensaquarelle, für die Patienten eine Landschaft ihrer Wahl kombiniert mit ihrer Lieblingsfarbe aussuchen konnten. Positionen der Malerei zwischen Figürlichkeit und Abstraktion von Ergül Cengiz, Thomas Werner, Susanne Ackermann, Ugo Dossi und Erdmut Bramke verschönern weitere Stationen des Robert-Bosch-Krankenhauses. In der Cafeteria hat Ulrike Flaig eine Installation bestehend aus einer Skulptur und einer großformatigen Fotografie realisiert.
Die Ausstellung im Pavillon III im Eingangsbereich des Robert-Bosch-Krankenhauses ist von 29. Juni bis 30. Juli 2006 täglich (Mo.-So.) von 8.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm mit Künstlergesprächen und Ortsbegehungen ergänzt.
