17. Mai 2006 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Komponisten und Kreativität im Angesicht schwerer Krankheit
Konzert der Musikhochschule zugunsten des Fördervereins des Robert-Bosch-Krankenhauses
Auf den ersten Blick haben Musik und Palliativmedizin nicht viel gemeinsam. Doch manchmal entspringen aus dem Austausch zwischen so verschiedenen Berufsgruppen wie Musikern und Ärzten auch ganz besonders erfreuliche Ideen.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen dem Robert-Bosch-Krankenhaus und der Stuttgarter Musikhochschule: Für das Projekt „Konsiliardienst Palliativmedizin“ des Vereins der Freunde und Förderer des Krankenhauses gestalten Studierende und Professoren der Musikhochschule am Montag, 29. Mai gemeinsam einen Konzertabend. Die Veranstaltung soll nicht nur Spenden für Patienten mit unheilbaren Erkrankungen einwerben, sondern sich auch inhaltlich mit Krankheit und der Endlichkeit des Lebens beschäftigen. So wählte man Musikstücke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Claude Debussy und Lili Boulanger, die die Komponisten im Bewusstsein des nahen Todes geschrieben hatten.
Ergänzt wird das Konzert durch kurze Erfahrungsberichte aus der Palliativstation des Robert-Bosch-Krankenhauses. Die Musiker spielen dort bereits im Vorfeld eine Auswahl der Werke und geben so den Patienten und ihren Angehörigen die Gelegenheit zu Gesprächen über Krankheit und Kunst.
Die Kooperation zugunsten der Patienten am Robert-Bosch-Krankenhaus soll mit weiteren Konzerten in der Klinik und in der Musikhochschule fortgesetzt werden.
Das Konzert unter dem Titel "Es muss sein! - Komponisten und Kreativität im Angesicht schwerer Krankheit“ findet am 29. Mai um 19.30 Uhr im Konzertsaal im Turm der Musikhochschule statt. Der Eintritt beträgt 10 €, Karten bekommt man im Vorverkauf bei Stuttgart Marketing im i-punkt (Tel.: 0711/2228-0) oder an der Abendkasse.
