08. Februar 2007 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Geprüfte Qualität in der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus
Reha-Klinik am RBK unter den ersten nach KTQ zertifizierten Rehabilitationseinrichtungen
Umfangreiches Verfahren nach 10-monatigem Kraftakt abgeschlossen
Gezielte Weiterentwicklung im Blick
Die Klinik für Geriatrische Rehabilitation des Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) ist seit kurzem erfolgreich nach KTQ zertifiziert. Damit gehört sie zu den ersten sechs Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland, die diese Überprüfung ihrer Leistungen bisher erfolgreich bestanden haben. Bei einem Festakt wurde das Zertifikat durch Herrn Ralf Obermeier, NIS Zertifizierungs- und Umweltgutachter GmbH, übergeben.
Die KTQ-Zertifizierung ist ein krankenhausspezifisches Zertifizierungsverfahren, das von der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dem Deutschen Pflegerat (DPR), dem Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschland e.V. und den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenversicherungen gemeinsam getragen wird.
Seit Ende 2005 besteht auch für Rehabilitationskliniken die Möglichkeit, sich nach KTQ zertifizieren zu lassen. Praktiker aus Rehabilitationskliniken haben das bisher schon für Krankenhäuser im Einsatz befindliche, freiwillige Zertifizierungsverfahren für den Bereich der Rehabilitation angepasst.
Zentrales Element der Überprüfung ist die Optimierung von Behandlungs- und Therapieerfolg für den Patienten. Darüber hinaus spielen Themen wie Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Krankenhausführung und das Qualitätsmanagement in der Rehabilitationseinrichtung eine wesentliche Rolle. Zudem dient der im Internet (www.ktq.de) zu veröffentlichende KTQ-Qualitätsbericht dazu, die Qualität der Leistungen und das Leistungsspektrum der gesamten Einrichtung für die Öffentlichkeit transparent darzustellen. Patienten und deren Angehörigen kann der Qualitätsbericht dadurch im Vorfeld der Rehabilitation zur Informationsgewinnung und als Entscheidungshilfe sowie niedergelassenen Ärzten und einweisenden Kliniken als Orientierungshilfe für die Einweisung dienen.
Im Januar 2006 wurde in der Geriatrischen Rehabilitationsklinik am RBK eine interdisziplinäre Projektgruppe gebildet und nach nur wenigen Monaten intensiver Vorbereitungen war es dann im November 2006 soweit: Zwei Tage lang wurden die Strukturen und Prozesse der Rehabilitationsklinik durch ein externes Expertenteam intensiv beleuchtet. Die Visitoren bescheinigten den einzelnen Bereichen sehr gute Ergebnisse: „Die Geriatrische Rehabilitationsklinik des RBK setzt Maßstäbe.“ Ralf Obermeier resümiert: „Die Einrichtung zeigt auf, wie sich ein Haus den stetig wachsenden Anforderungen stellen kann – und auch stellt.“ Harald Müller, Landesgeschäftsführer des Verbands der Angestellten-Ersatzkassen, weist auf die sehr differenzierten Krankheitsbilder in der geriatrischen Rehabilitation hin – und wie elementar daher der Nachweis hoher Qualitätsstandards in diesen Einrichtungen ist.
Die erfolgreiche Zertifizierung ist jedoch nur der Anfang des Wegs, betont Ullrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses: „Wir haben die kontinuierliche Verbesserung unserer Leistungen fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Das Verfahren der KTQ-Zertifizierung hat uns weitere Anregungen und Impulse gegeben, wie wir die Versorgungsqualität für unsere Patienten weiter verbessern können.“ Mit über 1.000 Patienten im Jahr ist die Klinik am RBK die größte Rehabilitationseinrichtung in Baden-Württemberg. Der Chefarzt der Reha-Klinik, Privatdozent Dr. Clemens Becker, sieht darin auch die hohe Verantwortung, neue Wege aufzuzeigen, denen andere Einrichtungen folgen können, wie beispielsweise
Aktive Lernvisiten von Ärzten für Pflegende
Geriatrische Ausbildung als Teil der internistischen Ausbildung
Neue Wege in der Therapie, wie zum Beispiel die Einbindung von Architektur, Kunst und Musik (Interventionsmusik)
Der Prozess soll auch künftig von verschiedenen Experten begleitet und alle drei Jahre überprüft werden. Damit die bestätigte hohe Qualität der Rehabilitationsklinik auch erhalten bleibt bzw. weiter gesteigert wird, geht das Haus den eingeschlagenen Weg nach dem Motto „Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung“ weiter. Privat-Dozent Clemens Becker skizziert einige Projekte, die die Klinik verstärkt verfolgen wird: Ernährung und Verpflegung bei älteren Menschen beispielsweise oder die engere Verquickung mit den niedergelassenen Ärzten durch systematische Zuweiserbefragungen und ein optimiertes Entlassmanagement stehen auf der Agenda ganz oben. „Wir möchten eine bestmögliche Behandlung bieten – ausgerichtet an den Werten unseres Leitbilds und den persönlichen Biographien unserer Patienten. Ziel ist es, rasch wieder mehr Lebensqualität zu vermitteln.“
Bereits seit September 2005 ist das Akuthaus des RBK erfolgreich nach KTQ zertifiziert.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
Verwendung ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das in dieser Pressemitteilung berichtete Thema
