08. Juni 2007 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Kunstprojekt am Robert-Bosch-Krankenhaus umgesetzt

Freundliche Farben statt nüchterne Wände – der Wartebereich der Radiologie im Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart wurde durch den Künstler Hannes Trüjen künstlerisch ausgestaltet. Am Samstag, 21. Juli 2007, um 17 Uhr wird der Wartebereich feierlich eingeweiht. Ein Zwiegespräch zwischen Hannes Trüjen und der Kunstbeauftragten Isabel Grüner führt in die ästhetischen Zusammenhänge des Werks ein. Dazu laden wir alle Interessierten und die Vertreter der Medien herzlich ein.

Die auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmte Gestaltung der Räumlichkeiten ist eines von bislang 15 Kunstprojekten, die im Rahmen der derzeit laufenden Erweiterung und Modernisierung des Robert-Bosch-Krankenhauses umgesetzt wurden. Das in Umfang und Programmatik bundesweit einzigartige Kunst-am-Bau-Projekt in einem Krankenhaus verdeutlicht den wegweisenden Ansatz, den das Robert-Bosch-Krankenhaus innerhalb der regionalen und überregionalen Krankenhauslandschaft vertritt: mit anspruchsvollen Kunstwerken den Menschen mit all seinen Sinnen und Wahrnehmungsebenen im Heilungsprozess anzusprechen und zu fördern.

Nachdem in den vergangenen drei Jahren bereits 14 Kunstprojekte auf Stationen und im Mitarbeiterrestaurant von insgesamt 13 Künstlerinnen und Künstlern umgesetzt wurden, ist jüngst die künstlerische Ausgestaltung des Wartebereichs Radiologie realisiert worden. Jeden Abend gegen 20 Uhr, wenn der tägliche Krankenhausbetrieb abflaute, rückte der Stuttgarter Künstler Hannes Trüjen mit Eimern, Pinseln und Farben an, um in zahlreichen Nachtsitzungen aus dem nüchtern wirkenden Wartebereich einen durch Farbflächen-gestaltung strukturierten und rhythmisierten Raum zu schaffen.

Sein Wandmalereiprojekt, in das er für die bettlägerigen Patienten auch Ausschnitte der Decke mit einbezog, basiert auf seinem grundlegenden künstlerischen Gedanken des „painting placement“. Mit Hilfe von vorgefertigten Malereifolien können einzelne Motive wie „stroke“, „camouflage“ oder „shape“ als fertiges Modul vom Käufer erworben und nach eigenem Geschmack auf Wände oder Möbel appliziert werden. Mit dieser konzeptuellen Idee gibt der Künstler dem Nutzer die Möglichkeit eigene Gestaltungen mit seiner Malerei vorzunehmen und hinterfragt gleichzeitig die Produktionszusammenhänge von moderner Kunst. 

Für das Robert-Bosch-Krankenhaus übernahm Hannes Trüjen selbst die Rolle des Gestalters oder Designers und konzipierte zu den „painting placement“-Elementen auch die farbigen Untergrundflächen. In Kombination mit den verschiedenen Malereimotiven wird der lang gezogene Warteraum der Radiologie dadurch in drei Raumzonen unterteilt, die jeweils eine andere atmosphärische Stimmung vermitteln. 

Aufeinander aufbauende geometrische Flächen werden von organisch-landschaftlichen Elementen abgelöst, die „Vorstellungsebenen irgendwo zwischen Wolken und Berglandschaft“ hervorrufen. Über den Köpfen der bettlägerigen Patienten entwickelt das vorwiegend in Rot- und Gelbtönen gehaltene Motiv „camouflage“ ein inspirierendes Eigenleben, das den Betrachter zu freien Assoziationen anregt. Farblich wechseln sich gedämpfte kühle mit aktivierenden warmen Farbtönen ab und geben jedem Raumabschnitt eine andere sinnliche Wirkung.

Die Patienten sollen sich durch die optische Stimulation positiv angeregt und wohl fühlen. Erste Kommentare nach der Fertigstellung, wie „Das ist jetzt aber schön hier!“, zeigen, dass die Gestaltung gut ankommt. Eine ausführliche Befragung von Patienten und Personal zur Wirkung der Kunst führt der Künstler in Zusammenarbeit mit Isabel Grüner, der Kunstbeauftragten des Robert-Bosch-Krankenhauses, noch durch.

Mit der Ausgestaltung des Wartebereichs Radiologie ist ein weiteres Kapitel zu „Kunst im Krankenhaus“ abgeschlossen worden: Das von Isabel Grüner erarbeitete Konzept verfolgt den grundlegenden Gedanken, den einzelnen Stationen und Funktionsbereichen durch die bauliche Integration originaler Kunstwerke ein individuelles und wieder erkennbares Gesicht zu geben und durch sinnliche und geistige Impulse zum Wohlbefinden der Patienten, Mitarbeiter und Besucher beizutragen. Eine Kunstkommission und das Direktorium des Krankenhauses wählen dazu Künstlerinnen und Künstler aus, einen Entwurf für jeweils eine gesamte Station oder einen Funktionsbereich zu entwickeln und zu realisieren.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
Verwendung ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das in dieser Pressemitteilung berichtete Thema

Pressekontakt

Robert-Bosch-Krankenhaus
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Regina Müller
Telefon 0711/8101-3047
Telefax 0711/8101-3779
regina.mueller -|- @ -|- rbk.de