12. November 2008 | Robert-Bosch-Krankenhaus
Behandlung und Therapie von Lebererkrankungen
Unter dem Motto des 9. Deutschen Lebertages „Check-up für die Leber!“ findet am Donnerstag, 20. November 2008, von 18 bis 20 Uhr im Robert-Bosch-Krankenhaus (Pavillon 3) eine Informationsveranstaltung statt. Vorgestellt werden moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden von verbreiteten Lebererkrankungen. Interessierte sind herzlich zu den Vorträgen eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Verfettung der Leber zählt bei der Bevölkerung der westlichen Industrienationen zu den häufigsten Veränderungen der Leber überhaupt. Bei rund einem Fünftel der erwachsenen Bevölkerung kann eine Fettleber festgestellt werden, Tendenz steigend. Kommt eine Entzündung hinzu, kann sich eine bleibende schwere Leberschädigung entwickeln. Übermäßiger Alkoholkonsum, aber auch Diabetes, Übergewicht und bestimmte Medikamente können eine Fettleber hervorrufen. Über moderne Diagnostik wie z.B. die Leberspiegelung mit Miniendoskopen und über moderne Behandlungsmethoden spricht Oberarzt Dr. Christian Schäfer in seinem Vortrag.
Eine weitere häufige Ursache für chronische Lebererkrankungen stellt eine Infektion mit Hepatitis B und C dar, die zu einer lebensgefährdenden Leberzirrhose und sogar zu Leberzellkrebs führen kann. Die Behandlung der Hepatitis B war lange problematisch, da die eingesetzten Medikamente bei dauerhaft behandelten Patienten ihre Wirksamkeit verloren (Resistenzentwicklung). In letzter Zeit wurden jedoch Medikamente entwickelt, mit denen das Virus stark zurückgedrängt werden kann, ohne dass die Therapie auf lange Frist unwirksam wird. Oberarzt Dr. Heinz-Peter Kreichgauer stellt diese modernen Behandlungsverfahren vor, die auch bei bereits resistenten Patienten sehr effektiv einsetzbar sind.
Bei einer bereits fortgeschrittenen Lebererkrankung besteht die akute Gefahr, dass schwerwiegende Folgen wie Bauchwassersucht, Krampfaderblutung aus der Speiseröhre oder Leberkrebs auftreten. Oberärztin Dr. Katja Rothfuß informiert darüber, wie diese Komplikationen durch eine Therapie mit Medikamenten und endoskopischen Maßnahmen (Krampfaderbehandlung in der Speiseröhre) verhindert werden können.
Die Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie des Robert-Bosch-Krankenhauses organisiert die Veranstaltung. Durch den Abend führt der Chefarzt der Abteilung, Prof. Dr. Eduard Stange. Im Anschluss an die Vorträge besteht ausreichend Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion.
Das Programm im Überblick
Moderation
Prof. Dr. Eduard F. Stange
Chefarzt der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
Neueste Medikamente zur Bekämpfung der Virushepatitis
Dr. Heinz-Peter Kreichgauer
Oberarzt der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
Leberschaden durch falsche Ernährung – was tun?
Dr. Christian Schäfer
Oberarzt der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
Leberzirrhose und ihre Folgen – kein Grund zum Aufgeben
Dr. Katja Rothfuss, Oberärztin der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
