05. November 2008 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Herzklappenerkrankungen – Diagnose, Behandlung und Nachsorge

Im Rahmen des Herzmonats der Deutschen Herzstiftung findet im Robert-Bosch-Krankenhaus (Pavillon 3) am Mittwoch, 12. November 2008, von 18 bis 20 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema „Herzklappenerkrankungen – Diagnose, Behandlung und Nachsorge“ statt. Veranstalter sind die Abteilung für Kardiologie und die Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie, die zusammen das Herzzentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses bilden. Interessierte sind zu den Vorträgen herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Herzklappenfehler sind eine häufige Alterserscheinung. Durch die steigende Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der Herzklappenerkrankungen immer mehr zu. Altersbedingte Kalkablagerungen führen dazu, dass sich die Klappen entweder nicht richtig schließen (Klappeninsuffizienz) oder nicht mehr vollständig öffnen können (Klappenstenose). Doch auch viele weitere Ursachen wie bakterielle oder rheumatische Entzündungen oder andere Herzleiden können dazu führen, dass die Herzklappen nicht mehr richtig arbeiten.

Klappenerkrankungen sind für Laien schwer erkennbar und werden deshalb häufig nur zufällig entdeckt. In seinem Vortrag erläutert Dr. Heiko Mahrholdt, Funktionsoberarzt in der Abteilung für Kardiologie, welche Symptome auf Klappenerkrankungen hindeuten und wie diese diagnostiziert werden können. Darüber hinaus geht er auf die Frage ein, welche Klappenerkrankungen operativ behandelt werden müssen.

Anschließend erläutert Dr. Ragi Nagib, Oberarzt in der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie, in welchen Fällen die kranke Herzklappe komplett ausgetauscht werden muss und wann eine Rekonstruktion möglich ist. Außerdem erklärt er, wann und wie lange nach der Operation eine Blutgerinnungshemmung notwendig ist.

Die Hemmung der Blutgerinnung muss regelmäßig überprüft werden. Neben der ärztlichen Kontrolle besteht auch die Möglichkeit der Selbstkontrolle, die Eva-Maria Kispert, Medizinische Fachangestellte in der Abteilung für Kardiologie, vorstellt. Die Selbstkontrolle mit einem Gerinnungsmonitor erhöht wesentlich die Sicherheit vor Komplikationen und die Flexibilität der Patienten nach der Operation.

Im Anschluss an die Vorträge besteht jeweils die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion. Durch die Veranstaltung führen Prof. Dr. Udo Sechtem, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie, und Priv.-Doz. Dr. Ulrich Franke, Chefarzt der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie.

Das Programm im Überblick

18.00 Uhr
Begrüßung

Prof. Dr. Udo Sechtem, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie

18.05 Uhr
Symptome und Diagnostik bei Herzklappenerkrankungen: Wann muss man operieren?

Dr. Heiko Mahrholdt, Funktionsoberarzt in der Abteilung für Kardiologie

18.55 Uhr
Ersatz oder Rekonstruktion der Herzklappe? Notwendigkeit der Blutgerinnungshemmung

Dr. Ragi Nagib, Oberarzt in der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie

19.45 Uhr
Mehr Sicherheit durch Gerinnungsselbstkontrolle

Eva-Maria Kispert, Medizinische Fachangestellte in der Abteilung für Kardiologie

20.00 Uhr
Verabschiedung

Priv.-Doz. Dr. Ulrich Franke, Chefarzt der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie

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