24. Oktober 2008 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Patientenverfügungen – Möglichkeiten und Grenzen

Vortrag des Interdisziplinären Zentrums für Tumortherapie am Robert-Bosch-Krankenhaus

Im Rahmen der Vortragsreihe „Leben mit Krebs“ des Interdisziplinären Zentrums für Tumortherapie am Robert-Bosch-Krankenhaus hält Susanne Stolp-Schmidt, Hospizreferentin im Rems-Murr-Kreis, am Donnerstag, 30. Oktober 2008, um 19 Uhr den Vortrag „Patientenverfügungen – Möglichkeiten und Grenzen“. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet im Hörsaal des RBK (Erdgeschoss) statt. 

Eine Krankheit oder ein Unfall kann jeden unvorhergesehen in die Lage versetzen, nicht mehr für sich selbst sorgen und keine eigenen Entscheidungen mehr treffen zu können. Um für diese Situation vorzusorgen, stehen verschiedene Mittel zur Verfügung. Im Vorfeld kann der Patient zum Beispiel festlegen, wer gegebenenfalls eine Entscheidungsvollmacht erhält und wer für die Betreuung vorgesehen ist. Außerdem kann er eine Willenserklärung abgeben, unter welchen Umständen lebenserhaltende Maßnahmen nicht mehr fortgesetzt werden sollen. 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die rechtliche Verbindlichkeit derartiger Willenserklärungen informiert Susanne Stolp-Schmidt darüber, welche Unterschiede zwischen einer Patientenverfügung, einer Betreuungsverfügung und einer Generalvollmacht bestehen, welche Inhalte verpflichtend sind und in welcher Form diese verfasst werden müssen. 

Darüber hinaus steht die persönliche Herausforderung, die Patientenverfügungen für die Beteiligten bedeuten, im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die weitreichenden Konsequenzen einer Verfügung oder Vollmacht stellen die Betroffenen vor eine schwer abwägbare Entscheidung und häufig vor einen enormen inneren Zwiespalt. Welche persönliche Behandlungsgrenze kommt für mich in Frage? Was bedeutet diese Entscheidung für meine Angehörigen? Anhand von Fallbeispielen können sich die Teilnehmer mit diesen Fragen auseinandersetzen. 

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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