27. Juli 2009 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Bestimmung von Risikofaktoren für Parkinson und Alzheimer – Studienteilnehmer gesucht

In Kooperation mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart führt das Universitätsklinikum Tübingen derzeit eine Studie mit dem Ziel durch, Frühzeichen und Risikofaktoren für Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen zu identifizieren.

Neueste Forschungen weisen darauf hin, dass bereits viele Jahre vor ihrem Ausbruch das Herannahen der Krankheit erkennbar ist. Zu diesem Zeitpunkt könnten Patienten demnach so behandelt werden, dass die Nervenzellen vor ihrem Absterben noch zu schützen sind. Im Rahmen der Studie sollen 600 Menschen mit einem erhöhten Risiko für eine Alzheimer- oder Parkinson-Erkrankung untersucht werden. Studienteilnehmer werden noch gesucht.

Teilnehmerkreis und Anmeldung

Nach heutigen Erkenntnissen stellt eine REM-Schlafstörung den größten Risikofaktor dar. Darüber hinaus zählen Menschen mit Depressionen oder Riechstörungen ohne erkennbare Ursache zur Risikogruppe. Für die Studie werden Teilnehmer im Alter von 50 bis 80 Jahren gesucht, die an einer dieser Störungen oder Krankheiten leiden. Außerdem werden 150 gesunde Teilnehmer als Kontrollgruppe benötigt.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 07071/29-87584 (Montag 14 bis 16 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 bis 12 Uhr) oder per E-Mail an trend -|- @ -|- med.uni-tuebingen.de erforderlich. Die erste Untersuchung findet im Zeitraum zwischen dem 24. August und 18. September 2009, dienstags, mittwochs und freitags am Treffpunkt Rotebühlplatz, Räume C301-305, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart, statt.

Die Teilnehmer werden alle zwei Jahre untersucht, insgesamt ist die Studie für die Dauer von 20 Jahren geplant. Vorgesehen sind verschiedene Tests und Fragebögen, eine Blutentnahme und eine unkomplizierte Ultraschalluntersuchung des Kopfes. Eine Untersuchung nimmt etwa drei bis vier Stunden in Anspruch.

REM-Schlafstörung

Bei der REM-Schlafstörung handelt es sich um eine Störung der so genannten Traumschlafphase, während der die Muskulatur des Körpers normalerweise ganz schlaff ist. Menschen, bei denen diese Entspannung nicht einsetzt, leben ihre Träume aus, indem sie sich im Schlaf heftig bewegen – wesentlich stärker als bei normalen Drehungen im Bett. Häufig haben die Träume bedrohlichen Charakter, so dass die Patienten während des Schlafes reden, schreien oder auch um sich schlagen. Die Störung betrifft vor allem ältere Männer und ist in der Regel sehr wirkungsvoll mit Medikamenten zu behandeln.

Nachweislich erkranken Menschen mit REM-Schlafstörung, mit Depressionen oder Riechstörungen ohne erkennbare Ursache überdurchschnittlich häufig an Alzheimer und Parkinson, jedoch nicht zwangsläufig. Im Rahmen der Studie wird deshalb innerhalb der Risikogruppe nach weiteren Faktoren gesucht, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko begründen können. Darüber hinaus werden die Symptome erforscht, die bei frühzeitiger Identifizierung eine entsprechend frühzeitige Behandlung möglich machen.

Weitere Informationen unter www.trend-studie-tuebingen.de

Pressekontakt am Universitätsklinikum Tübingen
Claudia Löwe
Telefon 07071/29-81020
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E-Mail claudia.loewe -|- @ -|- med.uni-tuebingen.de

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