28. Mai 2009 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Schneller Weg zur Diagnose: Neues System der Laboranalyse am Robert-Bosch-Krankenhaus

Ein neu eingeführtes technisiertes System der Laboranalyse am Robert-Bosch-Krankenhaus ermöglicht es, innerhalb von 45 Minuten nach der Entnahme einer Blutprobe alle für eine Diagnose notwendigen Laborwerte zu liefern. Statt wie üblich einen Tag oder länger auf bestimmte Werte warten zu müssen, kann die Diagnose innerhalb kürzester Zeit nach der Blutentnahme erstellt und die darauf abgestimmte Behandlung des Patienten aufgenommen werden. Nach einer mehrmonatigen Testphase wurde die Anlage nun in den Regelbetrieb übernommen.

"Das Labor am Robert-Bosch-Krankenhaus führt pro Jahr rund 3,8 Millionen Analysen durch, aus dem großen Bereich der Klinischen Chemie werden etwa 95 Prozent künftig der neuen Analysestraße zugeführt“, erklärt der Chefarzt der Abteilung für Labormedizin, Prof. Dr. Cornelius Knabbe. „Durch diese technische Unterstützung ist rund um die Uhr das vollständige Laborspektrum abrufbar: Blutwerte sind 'just in time'- das heißt unmittelbar nach jeder einzelnen Blutentnahme - verfügbar. Da für die Erhebung sämtlicher Werte eine einzige Blutprobe ausreicht, müssen dem Patienten anders als bei den üblicherweise notwendigen Mehrfach-Analysen einmalig maximal fünf Milliliter Blut entnommen werden. Für die Patienten bedeutet das eine größtmögliche Schonung sowie die Möglichkeit, akute Erkrankungen zum Beispiel des Herzens oder der Schilddrüse und Infektionen wie Hepatitis C schnellstens zu erkennen und mit Therapiemaßnahmen zu beginnen."

Jede entnommene Blutprobe wird noch in der behandelnden Abteilung mit einem Barcode versehen, über den die benötigten Werte angefragt werden. Per Rohrpost kommen die Proben unmittelbar nach der Entnahme ins Labor. Die Blutproben aus den Standorten Klinik Schillerhöhe und Klinik Charlottenhaus erreichen das Labor rund um die Uhr über einen Kurierdienst.

Vollautomatisiertes System

Über das System wird die Probe entsprechend der Anzahl der benötigten Werte in mehrere Einzelproben aufgeteilt, die automatisch zu den unterschiedlichen Modulen weitergeleitet werden. Die Anlage besteht aus zwei identischen Analyselinien, so dass ein technischer Ausfall der einen Linie durch die zweite abgefangen werden kann. Bei Bedarf können beide Linien auch parallel betrieben werden. Die erhobenen Werte gehen innerhalb von rund 45 Minuten digital an die behandelnde Abteilung - an jedem Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses - zurück.

"Das neue System übernimmt vollautomatisch sämtliche Analysevorgänge einschließlich der üblicherweise manuell durchgeführten Zentrifugation der Blutröhrchen", sagt Chefarzt Prof. Knabbe. "Für unsere Labormitarbeiter bedeutet dies angesichts eines in den vergangenen Jahren ständigen Zuwachses an Analysen eine erhebliche Entlastung. Ihnen und den Patienten des Robert-Bosch-Krankenhauses und seiner Standorte Klinik Schillerhöhe und Klinik Charlottenhaus steht damit eine hochmoderne und effektive Analysetechnik zur Verfügung."

Liebe Medienvertreter,
gerne stellen wir Ihnen die Analysestraße im Rahmen einer Besichtigung vor Ort vor. Bitte setzen Sie sich für eine Terminabsprache mit uns in Verbindung.

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