Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Schwerpunkt Tumor- und minimal-invasive Chirurgie
Forschung
Neuromonitoring
Um die Operationssicherheit in der Chirurgie zu erhöhen, wurde ein mikrochirurgisches Navigationsinstrument entwickelt, das die Nervenfunktionen während des Eingriffs kontinuierlich überwacht.
In Struktur und Farbe ähneln Nerven dem Bindegewebe und kleinen Blutgefäßen. Bei Operationen ist dadurch die Verwechslungsgefahr und damit das Risiko von Verletzungen der Nerven hoch. Das kann mitunter lebensbedrohliche Folge haben.
Um Verletzungen der Nerven einzudämmen, müssen diese zum Beispiel während einer Schilddrüsenoperation pausenlos überwacht werden. Ein selbstständig arbeitendes Nervenmonitoringsystem mit Elektroden aus biokompatiblem Material wurde hierzu entwickelt. Es kann die Nerven während operativer Eingriffe vor Schädigungen durch Zug, Druck oder Temperatureinflüsse schützen.
Die Elektroden sind einfach anzuwenden und stören den Ablauf der Operation nicht. Ihre Signale werden umgehend erfasst und EDV-gestützt ausgewertet. So wird die Gefahr von Nervenschädigungen erheblich verringert.
An der Forschung auf diesem Gebiet beteiligen sich neben der Abteilung mehrere Institutionen und spezialisierte Firmen. Das Gesamtforschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.
Internationale Zusammenarbeit
Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus-Peter Thon ist Gastprofessor in Temeschwar (Timisoara) in Rumänien. Von der dortigen Klinik kommen Ärzte zur Aus- und Weiterbildung ins Robert-Bosch-Krankenhaus. Dieses Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung unterstützt.
Außerdem besteht eine Zusammenarbeit mit dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York auf dem Gebiet des Kolorektalen Karzinoms (Dr. Tobias Leibold).
Verschiedene Aktivitäten existieren seit 15 Jahren mit der Chirurgischen Klinik der Universität Riga, Lettland. Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus-Peter Thon ist im Editorial Board der Lettischen Zeitschrift für Chirurgie (Acta Chirurgica Latviensis).
