Orthopädie und Unfallchirurgie

Endoprothetik

Der künstliche Gelenkersatz (Endoprothetik) ist eine etablierte, sichere und routinemäßig durchgeführte Operation in der Orthopädie und Unfallchirurgie bei

  • schmerzhaftem Gelenkverschleiß (Arthrose),
  • Rheuma und
  • Unfallfolgen.

Die Arthrose ist die Hauptursache für Gelenkersatz. Sie ist eine häufig auftretende Gelenkerkrankungm, die auf verschiedenste Ursachen zurückzuführen ist, wie

  • Fehlstellungen der Gelenke,
  • genetische Veranlagung oder
  • in Folge einer alten Verletzung.

Die Knorpelschicht des Gelenkes nützt sich nach und nach ab, zieht Knochen, Muskeln und Bänder in Mitleidenschaft und führt schließlich zu schmerzhaften Gelenkdeformierungen.

Die Gelenkersatz-Operation wird seit Jahrzehnten erfolgreich durchgeführt und gehört zu den häufig durchgeführten Eingriffen. Mittlerweile stehen verschiedenste Implantate zur Verfügung, so dass für jeden Patienten ein passendes Implantat zum Einsatz kommt.

Welche Gelenke werden ersetzt

Vor allem stark beanspruchte Gelenke wie Knie- und Hüftgelenke sind von Arthrose betroffen. Durch den Einsatz von künstlichen Knie- und Hüftgelenken können die Schmerzen gelindert werden.

In zunehmenden Maße werden Gelenkersatz-Operationen auch an der Schulter, am Ellenbogen und am Sprunggelenk durchgeführt.

Im Bereich der Schulterprothesen stehen verschiedene Prothesenmodelle zur Verfügung, deren Einsatz von der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung abhängig sind. Gerade bei älteren Menschen ist die Schulterprothese eine häufig durchgeführte Operation, die meist aufgrund von schweren Oberarmkopftrümmerbrüchen, Arthrose, Rheuma oder irreparablen Sehnenverletzungen durchgeführt wird.

Im Bereich der Sprunggelenks-Prothese ist aufgrund neuer Techniken und Materialien großer Fortschritt zu verzeichnen. Bis vor wenigen Jahren konnte zur Schmerzlinderung bei diesen Patienten lediglich die Versteifungsoperation (Arthrodese) durchgeführt werden.

Wechseloperationen

Nach etlichen Jahren Lebens mit einer Prothese kann eine Wechseloperation nötig werden. Dies bedeutet, das Prothesenteile oder die gesamte Prothese ausgetauscht werden müssen. Häufige Ursachen für diese Revisionsoperationen sind Verschleiß, Lockerung oder eine sogenannte schleichende Infektion.

Zusammenspiel mit anderen Erkrankungen

Der künstliche Gelenkersatz wird meist erst im vorgerückten Lebensalter notwendig. Häufig bestehen dabei zusätzlich Nebenerkrankungen z. B. des Herzens, der Nieren, Diabetes oder Durchblutungsstörungen. Von diesen Begleiterkrankungen und deren Schweregrade hängt auch die Genesungszeit nach einem Gelenkersatz ab.

Durch die verschiedenen, hochspezialisierten Abteilungen am Robert-Bosch-Krankenhaus ist eine sichere und kompetente Mitbehandlung solcher Begleiterkrankungen gewährleistet.

Endoprothetik am Robert-Bosch-Krankenhaus

Die moderne Endoprothetik hat mit der Neugründung der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie Anfang 2010 durch Chefarzt Prof. Dr. Bernd Kinner und sein Team am RBK Einzug gehalten. Der Gelenkersatz ist ein wesentlicher Bestandteil der neu geschaffenen Abteilung. Durch den Einsatz von etablierten Implantaten sowie das notwendige Know-how und die Spezialisierung der Operateure steht dem Patienten am RBK die bestmögliche Medizin zur Verfügung.

Gerne beraten wir Sie in unseren Sprechstunden. Wir würden uns auch sehr freuen, Sie auf einer unserer Patientenveranstaltungen begrüßen zu dürfen.

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