Magnetresonanztomographie
Virtuelle Koloskopie
Die virtuelle Koloskopie (auch MR-Kolonographie oder CT-Kolonographie) ist eine Untersuchung, die Bilder des Darminnenlumens liefert. Während bei der klassischen, optischen Darmspiegelung ein biegsames Endoskop in den Darm eingeführt wird, findet hier im Rahmen einer Magnetresonanztomographie (Kernspintomograph) oder im Computertomographen eine „Simulation“ der Untersuchung statt. Zur optimalen Darstellung wird im Vorfeld über die Vene ein Kontrastmittel gegeben.

Die digitalen Schnittbilder werden durch Berechnungen des Computers in eine dreidimensionale Darstellung des Darms umgewandelt. Es müssen also keine Instrumente in den Darm eingeführt werden.
Am häufigsten wird die Untersuchung bei Patienten durchgeführt, bei denen die klassische Koloskopie nicht durchführbar ist oder wenn eine Untersuchung nicht vollständig möglich war. Dann wird die virtuelle Koloskopie direkt im Anschluss durchgeführt.
Erfolgt die virtuelle Koloskopie in der Kernspintomographie, dann kann insbesondere die Darmwand zum Beispiel bei entzündlichen Veränderungen mitbeurteilt werden. Allerdings wird mit der Computertomographie momentan noch eine bessere Bildauflösung erreicht.
Die Vorbereitung zur Untersuchung ist ähnlich wie für eine klassische Koloskopie: Am Vortag sollte nur eine leichte Mahlzeit eingenommen werden. Anstelle des Abendessens wird dann die Abführlösung getrunken. Am Morgen der Untersuchung erscheint der Patient nüchtern zur virtuellen Koloskopie, d.h. er isst und trinkt im Vorfeld nichts.
Am Robert-Bosch-Krankenhaus wird die kernspintomographische Untersuchung auch im Rahmen einer Multicenterstudie durchgeführt. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns oder mit der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie auf, wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten.
