Die Seele baumeln lassen
Patientengarten

Jeanette Zippel, Wildbienenskulptur, 2001
Zur Eröffnung der Wechselausstellung „Arbeiten mit und über Bienen“ (2001) hat die Künstlerin Jeanette Zippel für den Patientengarten eine Wildbienenskulptur mit Bienengarten errichtet, die dauerhaft dort zu sehen sind.
Seit ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München hat die Heidenheimer Künstlerin die Auseinandersetzung mit den Lebens-, Kommunikations- und Arbeitsformen der Bienen zum zentralen Thema ihrer künstlerischen Arbeit gemacht.
Die aus Eichenholz geformte, so genannte „belebte Skulptur“ stellt in ihrer plastischen Form einen kulturhistorischen Bezug zur Artemis, der Fruchtbarkeits- und Schutzgöttin der Bienen dar.
In ihrer Materialität und Beschaffenheit bieten die zahlreich angebrachten Einschlupflöcher den Wildbienen einen idealen Nistplatz. Von März bis Oktober kann man sie beobachten, wie sie nach der Eiablage Pollen eintragen und die Nistlöcher mit Lehm, Harz oder Blättern verschließen.

Blattschneiderbiene neben ihrem Nistloch an der Bienenskulptur (Foto: Jeanette Zippel)
Der dazugehörige Bienengarten bekommt durch eine Natursteinmauer, welcher die Form des Schwänzeltanzes der Bienen andeutet, seine charakteristische Note. Artgerechte Pflanzen und das nischenreiche Mauerwerk stellen zusätzliche Anreize für eine Ansiedlung der scheuen Wildbienen dar. Kunst, Natur und Lebewesen bilden in der Skulptur von Jeanette Zippel somit eine harmonische Einheit.
