Forschungsprojekt

Notfallbehandlung durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen führen laut verschiedener Studien zu fünf bis zehn Prozent der klinischen Notfallversorgungen. Ein neues Projekt des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat zum Ziel, mit einer eigenen Studie realitätsbezogene und belastbare Daten zum Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen in Deutschland zu erheben und zur Verbesserung der Sicherheit der Arzneimitteltherapie beizutragen.

Seit November 2016 läuft die sogenannte ADRED-Studie (Adverse Drug Reaction Emergency Department) auch in der Notaufnahme des RBK. Die Studienleitung im RBK obliegt Prof. Dr. Matthias Schwab, Leiter des Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie sowie Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor und Leiter des Notaufnahmezentrums. Außerdem beteiligen sich das Klinikum Fürth, das Universitätsklinikum Ulm und das Universitätsklinikum Bonn an der ADRED-Studie.

Unter anderem erfasst sie den Anteil vermeidbarer Medikationsfehler bezogen auf die Gesamtzahl der Fälle mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Zusätzlich wird das Auftreten einer unerwünschten Arzneimittelwirkung zur Gesamtanzahl der behandelten Notfallambulanz-Patienten ins Verhältnis gesetzt. Patientenrisikofaktoren, wie Komorbidität, Polypharmazie und demographische Daten, sowie Informationen zu Fehlerursachen und Krankheitsfolgen werden dokumentiert. Die systematische Aufklärung genetischer Faktoren für Arzneimittelwirkungen ist ebenfalls vorgesehen.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte

Faltblatt "Auch Sie könnten betroffen sein! Unerwünschte Arzneimittelwirkungen" (PDF-Datei)

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