19. Dezember 2014 | Robert-Bosch-Krankenhaus

110 Jahre Klinik Charlottenhaus

Die traditionsreiche Geburtsklinik feiert 2014 ihren 110. Geburtstag.

Seit mehr als einem Jahrhundert ist die Klinik Charlottenhaus eine unverzichtbare Einrichtung in der geburtshilflichen Versorgung Stuttgarts. Dass die verhältnismäßig kleine Klinik mit 40 Betten über so viele Jahre bestehen konnte, zeugt vor allem von einer hohen Behandlungsqualität und einer engen, teilweise langjährigen Verbundenheit, welche die Patienten mit dem Haus haben. Einige Familien vertrauen ihr ungeborenes Leben bereits in der vierten Generation der Klinik Charlottenhaus an. Prof. Dr. Kurt Götz Wurster, Sprecher der Belegärzte der Klinik, hat bereits viele Kinder entbunden, deren Eltern er geholfen hat, das Licht der Welt zu erblicken. „Die familiäre Atmosphäre der Klinik Charlottenhaus in Kombination mit kompetenter medizinischer und pflegerischer Versorgung war schon seit ihrer Gründung ein Merkmal, welches das Charlottenhaus von anderen Geburtskliniken unterschieden hat“, erklärt der erfahrene Arzt Prof. Wurster.

Geburtsklinik mit bewegter Geschichte
Die Geschichte der Klinik Charlottenhaus spiegelt in wesentlichen Teilen die Geschichte der Geburtshilfe des 20. Jahrhunderts wider. Gegründet 1904 als „Stuttgarter Wöchnerinnen-Asyl“ in der Paulinenstraße sollte die Klinik nicht nur „Ehefrauen zur Zeit der Niederkunft“ aufnehmen, sondern auch die Ausbildung in der Wochenbettpflege ermöglichen. Die Einrichtung erfreute sich so großer Beliebtheit, dass bereits zwei Jahre später ein Umzug in größere Räumlichkeiten in der Silberburgstraße nötig wurde. Die meisten Patientinnen wurden geburtshilflich betreut, zunehmend nahm die Klinik aber auch gynäkologische Fälle zur stationären Behandlung auf. Im Ersten Weltkrieg geriet die Klinik in finanzielle Not, als die Geburtenzahlen rückläufig waren. 1917 übernahm Königin Charlotte von Württemberg die Schirmherrschaft der Einrichtung. Seitdem darf die Klinik ihren Namen tragen.

In den 1930er Jahren nahmen die Geburten wieder zu und die Klinik Charlottenhaus stieß erneut an räumliche Grenzen. Der Betreiberverein beschloss daraufhin, dass das Charlottenhaus in eine geräumige Stadtvilla in der Gerokstraße ziehen sollte – dort befindet sich die Klinik noch heute. Nach einer baulichen Erweiterung wurde das Haus mit 40 Betten 1934 in dem Neubau in Betrieb genommen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Klinik durch Bombeneinschläge schwer beschädigt, so dass der Betrieb bis Mai 1946 eingestellt werden musste. Es folgten kontinuierliche Modernisierungen und Erweiterungen in den 50er und 80er Jahren. 2006 wurde die Klinik Charlottenhaus erneut grundlegend modernisiert und in den Klinikverbund des Robert-Bosch-Krankenhauses aufgenommen, das bereits seit 1995 für das Management verantwortlich zeichnete. „Das Charlottenhaus ist ein Teil unserer starken Klinikgemeinschaft und darauf sind wir sehr stolz“, so Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH.

Mehr als 68.000 Kinder in 110 Jahren Klinikgeschichte
In 110 Jahren Klinikgeschichte wurden 68.300 Kinder im Charlottenhaus geboren. Das sind mehr Menschen, als im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt leben. Zusammen mit den plastisch-ästhetischen Operationen, die seit 2004 in der Klinik Charlottenhaus durchgeführt werden, haben sich bereits mehr als 130.000 Patientinnen zu einer Behandlung in die Klinik begeben. Nicht wenige davon wurden von Prof. Wurster selbst oder von einem Arzt aus seiner Familie betreut. Seine Familie ist seit 96 Jahren und drei Generationen mit der Klinik Charlottenhaus verbunden. „Stets war ein Mitglied unserer Familie in ‚der Charlotte‘ als Arzt tätig. Ich selbst habe die belegärztliche Tätigkeit von meinem Vater übernommen“, so der Gynäkologe. Heute sind neun Belegärzte für die medizinische Versorgung verantwortlich.

Belegte Qualität
Dass die verhältnismäßig kleine Klinik bei Patienten sehr beliebt ist, spiegeln auch die Qualitäts-Auszeichnungen der Krankenkassen und die Rankings der besten Kliniken Baden-Württembergs wider. So beurteilten in der vergangenen Patientenbefragung der Techniker-Krankenkasse 91,6 Prozent der Patientinnen die Leistung der Klinik als sehr gut. Damit belegte die Klinik Charlottenhaus den 1. Platz unter den geburtshilflichen Kliniken in Baden-Württemberg. „Unser Belegarztsystem ist für viele Familien sehr attraktiv, da sie den Arzt und die Hebamme, die während der Geburt anwesend sind, persönlich ausgewählt haben“,  erklärt Prof. Wurster. Von Beginn an wurde die Klinik Charlottenhaus als Belegklinik von ärztlicher Seite versorgt, seit 2008 betreuen zudem acht Beleghebammen die Schwangeren. Sie begleiten die werdenden Mütter und Väter vor und während der Geburt, betreuen die Frauen im Wochenbett zu Hause, empfehlen Übungen für die Rückbildungsgymnastik und geben Ratschläge zur Versorgung des Neugeborenen. Im Belegsystem arbeiten sowohl Belegärzte als auch Beleghebammen freiberuflich.

Erstmals KTQ-zertifiziert
Im Sommer durchlief die Klinik Charlottenhaus erstmals das aufwändige Verfahren für eine Zertifizierung nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) und konnte das renommierte Zertifikat für sich beanspruchen. „Nun ist unsere gesamte Klinikgemeinschaft nach KTQ zertifiziert. Damit können wir unseren Patienten deutlich machen, dass für uns Qualität an erster Stelle steht – an allen unseren Standorten“, so Ullrich Hipp.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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