24. September 2021 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Am 30. September schließt das Impfzentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus

Nach 278 Tagen unermüdlichen Einsatzes ist endgültig Schluss: Das Impfzentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) und die Mobilen Impfteams des Krankenhauses beenden am 30. September 2021 ihre Arbeit. Zeit für ein Resümee. Und Zeit für ein Dankeschön an alle Beteiligten.

Stuttgart – Der Startschuss für das Impfzentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) fiel auf einen kalten Wintertag zwischen den Jahren. Am 27. Dezember 2020 um 13 Uhr öffnete das ZIZ (Zentrales Impfzentrum) erstmals seine Pforten für Impfwillige, parallel starteten die fünf Mobilen Impfteams des RBK zu ihren ersten Einsätzen. Nach Schließung aller Zentralen Impfzentren im Land zum 15. August 2021 führte das RBK fortan als Sitz zweier Kreisimpfzentren sein Engagement nahtlos weiter. Am Donnerstag, 30. September 2021, wird die Impftätigkeit am RBK und auch der Mobilen Impfteams wie an allen anderen Standorten von Impfzentren in Baden-Württemberg laut Beschluss des Sozialministeriums planmäßig eingestellt – endgültig geschlossen wird das Impfzentrum am RBK an diesem Tag um 21.30 Uhr. 

Mehr als neun Monate haben die stationären und Mobilen Impfteams des RBK ganze Arbeit geleistet: Rund 130 Ärztinnen, Ärzte und 340 weitere Mitarbeitende werden bis zum 30. September hochgerechnet insgesamt 401.800 Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson verabreicht haben. Die Mobilen Impfteams waren dann bei 1.260 Einsätzen an mehr als 500 Orten unterwegs. Die Altersspanne der Geimpften erstreckt sich dabei von 12 bis 108 Jahren.

Der Zustrom an Impfwilligen war anfangs kaum zu bewältigen, die Chance, einen Impftermin zu ergattern, indessen minimal: Durch den weltweiten Mangel an Impfstoffen lief die Impfkampagne landauf und landab zunächst zögernd an. Vom Frühjahr an konnte jedoch allen impfwilligen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden. Dann ließen das Interesse und die Impfbereitschaft im weiteren Verlauf, insbesondere im Frühsommer, spürbar nach.

Durch Aktionstage im Impfzentrum nahm das Impfgeschehen wieder an Fahrt auf. In Kirchen, Kauf- und Parkhäusern, bei Fußball- und Kulturevents, auf viel frequentierten Plätzen, bei der Oper, beim Kunstmuseum, in der Wilhelma, aber auch in Pflegeeinrichtungen, Justizvollzugsanstalten und Schulen setzten die Mobilen Impfteams des RBK die immunisierenden Spritzen im Kampf gegen das Corona-Virus. Die Mitarbeitenden waren dabei in den Landkreisen Rems-Murr, Ludwigsburg und dem Ostalbkreis sowie im Stadtgebiet Stuttgart unterwegs. Sie haben viele tausend Kilometer zurückgelegt, um in Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren teils an ungewöhnlichen Orten und unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen zu impfen.

Prof. Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses, blickt zurück: „Die Pandemie mit COVID-19, die erstmalig bei uns im Frühjahr 2020 sichtbar war, hat unser aller Leben nachhaltig verändert. Gerade für alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, aber letztendlich für jeden Menschen in seinen unterschiedlichen Lebenswelten, sind dadurch einschneidende Veränderungen eingetreten: Krankheit, Tod, soziale Isolation, neue Arbeitswelten und erhebliche Einschränkungen auch im privaten Bereich begleiten uns seither. Durch eine hohe Bereitschaft der Gesamtorganisation, und dies umfasst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, konnte jeweils angepasst an den Bedarf reagiert werden. Alle haben dabei Außerordentliches geleistet.

Als sich abzeichnete, dass es eine Impfmöglichkeit gibt, haben alle die große Chance gesehen, mit möglichst zügigen Impfungen großen Teilen der Bevölkerung wieder ein Stück Normalität zurückzugeben. Deshalb haben wir als einziges nichtstaatliches Krankenhaus in Baden-Württemberg den Auftrag des Sozialministeriums angenommen, ein Impfzentrum am 27. Dezember zu eröffnen.

Doch erst durch den großen und breiten Einsatz von bisher nicht am Robert-Bosch-Krankenhaus tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ärztinnen und Ärzten im Ruhestand und auch aus anderen Berufsfeldern kommend war es überhaupt möglich, neben dem Krankenhausbetrieb eine solche Einrichtung zu betreiben.

Ich erinnere mich noch gut, wie die gesamte Krankenhausleitung am zweiten Weihnachtsfeiertag die Impfanmeldungen gesichtet und nach der Priorisierung entsprechend Impfslots vergeben hat. Ab dem erstmöglichen Zeitpunkt haben wir mit dem Impfen begonnen und diese durchgehend jeden Tag der Woche, ohne Rücksicht auf Feiertage oder Wochenenden bis zur Schließung des Impfzentrums nun am 30. September weitergeführt.

Für uns im Robert-Bosch-Krankenhaus, aber auch für alle Beteiligten im Umfeld sowie im Impfzentrum selbst war die Dankbarkeit und Vielzahl der positiven Rückmeldungen der Geimpften eine große Unterstützung und hat uns durch diese organisatorisch schwierige Phase getragen. Im Namen der gesamten Krankenhausleitung, aber auch des Trägers und aller Verantwortlichen darf ich allen Beteiligten noch einmal ganz herzlichen Dank für ihre Arbeit aussprechen. Diese war außerordentlich und hat dazu beigetragen, wieder ein Stück Normalität in unser aller Leben zurückzubringen.“

Manfred Lucha, baden-württembergischer Minister für Soziales und Gesundheit, hatte bereits Mitte September dem Robert-Bosch-Krankenhaus seine Anerkennung ausgesprochen: „Ich möchte mich bei Ihnen heute sehr herzlich dafür bedanken, dass Sie durch alle Phasen der Impfkampagne hinweg hochmotiviert, tatkräftig und stets konstruktiv mit  uns zusammengearbeitet und durch Ihre Arbeit die Impfkampagne im Land entscheidend vorangebracht haben.“ Lucha weiter: „Ihnen und uns allen wurde in den letzten Monaten sehr viel abverlangt: an Arbeitseinsatz und an Durchhaltevermögen, an Kreativität und an Mut, an Pragmatismus und vor allem auch an Teamgeist. Nur gemeinsam und durch den gegenseitigen Austausch zwischen den Impfzentren und dem Ministerium sowie allen anderen beteiligten Akteuren konnte diese Jahrhundert-Impfkampagne gemeistert werden und letztlich erfolgreich sein.“

Am Abend des 30. Septembers werden die letzten Impfwilligen im Impfzentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses gebührend verabschiedet. Sabine Johannes und Dr. Christoph Wasser, Betriebsleitung des Impfzentrums, ziehen in kurzen Ansprachen Bilanz und stellen die abschließenden Zahlen und Fakten zum Impfgeschehen vor.

Hinweis an die Presse

Sie sind herzlich eingeladen, am Donnerstag, 30. September, ab 19:30 Uhr die letzten Stunden im Impfzentrum zu begleiten. Bitte melden Sie sich hierfür bis zum 28. September per Mail an unter unternehmenskommunikation@rbk.de. Gerne können Sie uns mit der Anmeldung bereits Ihre Fragen zusenden. Am Abend des 30. September erhalten Sie zudem die abschließenden aktuellen Zahlen und Daten zu den vorgenommenen Impfungen seit der Eröffnung des Impfzentrums. 

Robert-Bosch-Krankenhaus

Die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) in Stuttgart ist ein von der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei Standorten. Seit 1978 zählt das Robert-Bosch-Krankenhaus zu den Akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität Tübingen. Mit 1.041 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation im Jahr bis zu 40.000 Patienten stationär auf. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Patienten individuell betreut fühlen. Forschungsinstitute zur Klinischen Pharmakologie und zur Medizingeschichte sind dem Krankenhaus angegliedert.

Mehr Informationen unter www.rbk.de

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