24. September 2014 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Auf Herz und Nieren geprüft – Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum am RBK zieht erste Bilanz

Die Abteilungen für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie sowie für Kardiologie des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) verfolgen eine Vielzahl gemeinsamer Projekte. Darunter das Hypertonie-Zentrum, das Ende 2013 von der Deutschen Hochdruckliga e.V. zertifiziert wurde sowie eine interdisziplinäre Station, auf der Patienten mit kardiorenalem Syndrom eine speziell auf sie abgestimmte Therapie erhalten.

Hypertonie bzw. Bluthochdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland und bedarf mitunter einer komplexen Behandlung. Mit dem zertifizierten Hypertonie-Zentrum wird das RBK diesen hohen Anforderungen gerecht. Bereits im Dezember 2013 erhielt das RBK für sein Hypertonie-Zentrum als eines der ersten Krankenhäuser der Region das Zertifikat der Deutschen Hochdruckliga e.V. Somit wurde dem RBK bestätigt, dass es den hohen Qualitätsstandards entspricht, den Experten der Hochdruckliga für Hypertonie-Zentren definiert haben. „Diese Zertifizierung schafft Transparenz und gibt Patienten eine wertvolle Orientierung bei der Auswahl der vielfältigen Therapieangebote im Bereich der Bluthochdruckbehandlungen“, erklärt Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des RBK und Hypertensiologe. Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Kardiologie sowie der Allgemeinen Inneren Medizin und Nephrologie ist, Patienten mit komplexen und schwer einstellbaren Formen der arteriellen Hypertonie zu versorgen. Die Gefahren des Bluthochdrucks werden von Patienten lange unterschätzt, da Bluthochdruck keine Schmerzen verursacht. Die Folgen sind jedoch gravierend: Schlaganfall, Myokardinfarkt und Niereninsuffizienz. Die normalen Funktionen von Herz und Nieren hängen wechselseitig voneinander ab, das heißt eine Funktionsstörung eines dieser Organe zieht auch eine Schädigung des anderen nach sich. Zu hoher Blutdruck führt zum Beispiel zu Herzschwäche oder chronischer Niereninsuffizienz.
Daher ist eine korrekte Einstellung des Blutdrucks enorm wichtig. Dies beginnt bereits mit der Diagnostik durch Anamnese, körperlicher Untersuchung, Laborwerten, Langzeitblutdruckmessungen und Untersuchungen auf Folgeschäden durch Echokardiographie oder Urindiagnostik bis hin zur Therapie und Beratung zur jeweiligen Lebensführung und entsprechender medikamentöser Behandlung. „Das Hypertonie-Zentrum am RBK behandelt nun seit einem dreiviertel Jahr Patienten innerhalb dieser interdisziplinären Struktur“, erklärt Prof. Dr. Udo Sechtem, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie, „nach dieser Zeit können wir bereits feststellen, dass Prozesse und Abläufe sich deutlich verschlankt haben und weniger Zeit in Anspruch nehmen“, fügt Prof. Sechtem hinzu.

Spezielle Behandlung für Patienten mit kardiorenalem Syndrom 

Ein weiteres gemeinsames Projekt der beiden Abteilungen ist die Pflegestation 3A am RBK, auf der Patienten mit kardiorenalem Syndrom behandelt werden. Die Erkrankung umfasst chronische oder akute Herzerkrankungen, die eine Schädigung der Nieren zur Folge haben oder chronische bzw. akute Nierenerkrankungen, die eine Erkrankung des Herzens nach sich ziehen. In einigen Fällen verursachen andere Krankheiten, z.B. Diabetes, Probleme mit beiden Organen. Der Zusammenhang zwischen Herz und Niere wurde in den vergangenen Jahren weiter erforscht, so dass nun Therapieansätze definiert sind, welche die besondere Situation der Multimorbidität in Betracht zieht. Prof. Dr. Udo Sechtem ist sich sicher, dass die Patienten des RBK von dieser abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit profitieren:  „Wir sind uns sicher, dass ein interdisziplinäres Angebot gerade bei den häufigen Multimorbiditäten die Zukunft einer guten Versorgung im Krankenhaus ist.“ „Der demographische Wandel macht dieses Denken notwendig “, fügt Prof. Alscher hinzu. „Nicht nur die Patienten haben zahlreiche Vorteile, auch die beteiligten Disziplinen profitieren von diesem fachlichen Austausch. Das Robert-Bosch-Krankenhaus ist dafür optimal aufgestellt.“

Die Gefahren des Bluthochdrucks werden oftmals unterschätzt, da die Erkrankung keine Schmerzen verursacht. Die Folgen sind jedoch gravierend: Schlaganfall, Myokardinfarkt und Niereninsuffizienz. Die normalen Funktionen von Herz und Nieren hängen wechselseitig voneinander ab, das heißt eine Funktionsstörung eines dieser Organe zieht auch eine Schädigung des anderen nach sich. Zu hoher Blutdruck führt zum Beispiel zu Herzschwäche oder chronischer Niereninsuffizienz.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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