17. September 2013 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Demenzkranke im Akutkrankenhaus – RBK etabliert neue Abteilung für Geriatrie

Patienten mit Akuterkrankungen und einer vorbestehenden Demenz haben spezielle Bedürfnisse nach Vertrautheit und Orientierung, denen die übliche Krankenhausumgebung im Alltag meist nur schwer gerecht werden kann. 2013 sind bereits über 50 Prozent der Patienten in Akutkrankenhäusern älter als 70 Jahre, mehr als 20 Prozent haben kognitive Einschränkungen – und der Anteil wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, hat das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) eine neue Abteilung für Geriatrie aufgebaut, in der speziell ältere Patienten mit Demenz, die akut erkrankt sind, eine besonders auf sie abgestimmte Behandlung in einem angepassten Umfeld erhalten.

Derzeit leben in Deutschland etwa eine Million Personen, die an Demenz erkrankt sind – bis 2050 wird sich diese Zahl voraussichtlich verdoppeln. Dies stellt unsere Gesellschaft vor eine Vielzahl an Herausforderungen, von denen auch die Krankenhäuser betroffen sind. Menschen mit einer Demenz erleiden in ihrem häuslichen oder pflegerischen Umfeld Unfälle oder Erkrankungen, die eine internistische oder unfallchirurgische Behandlung zur Folge haben. Diese neu auftretenden akuten körperlichen Erkrankungen und die fremde Umgebung des Krankenhauses führen häufiger dazu, dass kognitiv eingeschränkte Patienten mit herausforderndem Verhalten wie Angst oder Unruhe auf die ungewohnte Situation reagieren. Dies belastet nicht nur die Patienten selbst sondern meist auch die Angehörigen.

Auf Bedürfnisse von Patienten mit Demenz wird eingegangen

„Als Stiftungskrankenhaus sahen wir uns in der Verantwortung, eine Lösung für diese gesellschaftliche Herausforderung zu entwickeln“, erklärt Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH. Aus diesem Grund ging Mitte August 2013 die neue Abteilung für Geriatrie am RBK an den Start. Vorerst zehn Betten stehen der Abteilung in einem Bereich zur Verfügung, der speziell auf die Bedürfnisse von Patienten mit Demenz angepasst wurde. Das wichtigste hierbei ist fachliche und kommunikative Kompetenz der Mitarbeiter. Aber auch die räumliche Orientierung ist wichtig. Dazu zählen unter anderem eine verständliche Beschilderung, Pläne zum Tagesablauf und den geplanten Behandlungen, Uhren und Kalender sowie Fotos der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um eine bessere zeitliche und situative Orientierung zu ermöglichen. „Wenn wir es schaffen, die individuellen Bedürfnisse der Patienten im Klinikalltag zu verstehen und zu berücksichtigen, können viele Probleme vermieden werden“, so Prof. Dr. Clemens Becker, Chefarzt der neuen Abteilung. Mahlzeiten können in einem Gemeinschaftsraum eingenommen werden. Dieser kann auch für Gruppenaktivitäten genutzt werden. So soll der Vereinsamung im Zimmer vorgebeugt werden und ein erkennbarer Tagesablauf geschaffen werden.

Klare interne Strukturen und interdisziplinäre Betreuung

Neben den personellen und räumlichen Gegebenheiten liegt die Besonderheit der neuen Abteilung vor allem in ihrer durchdachten Einbindung in das Akuthaus. Mitarbeiter der Notaufnahme des RBK identifizieren bereits bei Aufnahme Patienten, die für die Behandlung in der Abteilung für Geriatrie in Frage kommen: Wenn sie eine bereits beschriebene Demenz aufweisen, älter als 85 Jahre sind, schon in eine Pflegestufe eingestuft oder aus einem Pflegeheim kommen, wird ein kognitives Assessment durchgeführt. „Die Patienten werden nach ihrem Alter, der aktuellen Jahreszahl, ihrem aktuellen Aufenthaltsort und ihrem Geburtsdatum befragt. „Eine mögliche kognitive Einschränkung lässt sich anhand dieser Fragen bereits erkennen“, macht Prof. Becker deutlich. Anschließend kann der Patient direkt von der Notaufnahme aus in die Abteilung für Geriatrie verlegt werden. Dort übernimmt ein multiprofessionelles Team aus speziell geschulten Pflegekräften, Therapeuten und Medizinern die Therapie. In interdisziplinären Fallbesprechungen werden individuelle Behandlungsziele und erklärt Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH. Aus diesem Grund ging Mitte August 2013 die neue Abteilung für Geriatrie am RBK an den Start. Vorerst zehn Betten stehen der Abteilung in einem Bereich zur Verfügung, der speziell auf die Bedürfnisse von Patienten mit Demenz angepasst wurde. Das wichtigste hierbei ist fachliche und kommunikative Kompetenz der Mitarbeiter. Aber auch die räumliche Orientierung ist wichtig. Dazu zählen unter anderem eine verständliche Beschilderung, Pläne zum Tagesablauf und den geplanten Behandlungen, Uhren und Kalender sowie Fotos der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um eine bessere zeitliche und situative Orientierung zu ermöglichen. „Wenn wir es schaffen, die individuellen Bedürfnisse der Patienten im Klinikalltag zu verstehen und zu berücksichtigen, können viele Probleme vermieden werden“, so Prof. Dr. Clemens Becker, Chefarzt der neuen Abteilung. Mahlzeiten können in einem Gemeinschaftsraum eingenommen werden. Dieser kann auch für Gruppenaktivitäten genutzt werden. So soll der Vereinsamung im Zimmer vorgebeugt werden und ein erkennbarer Tagesablauf geschaffen werden.

Klare interne Strukturen und interdisziplinäre Betreuung

Neben den personellen und räumlichen Gegebenheiten liegt die Besonderheit der neuen Abteilung vor allem in ihrer durchdachten Einbindung in das Akuthaus. Mitarbeiter der Notaufnahme des RBK identifizieren bereits bei Aufnahme Patienten, die für die Behandlung in der Abteilung für Geriatrie in Frage kommen: Wenn sie eine bereits beschriebene Demenz aufweisen, älter als 85 Jahre sind, schon in eine Pflegestufe eingestuft oder aus einem Pflegeheim kommen, wird ein kognitives Assessment durchgeführt. „Die Patienten werden nach ihrem Alter, der aktuellen Jahreszahl, ihrem aktuellen Aufenthaltsort und ihrem Geburtsdatum befragt. „Eine mögliche kognitive Einschränkung lässt sich anhand dieser Fragen bereits erkennen“, macht Prof. Becker deutlich. Anschließend kann der Patient direkt von der Notaufnahme aus in die Abteilung für Geriatrie verlegt werden. Dort übernimmt ein multiprofessionelles Team aus speziell geschulten Pflegekräften, Therapeuten und Medizinern die Therapie. In interdisziplinären Fallbesprechungen werden individuelle Behandlungsziele und möchte das Stiftungskrankenhaus eine Struktur entwickeln, die auch auf andere Akutkrankenhäuser übertragen werden kann. „Die Behandlung dementer Patienten ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die uns in Zukunft noch viel mehr beschäftigen wird. Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen“, so Ullrich Hipp.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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