15. September 2010 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Ein Ort für Frühchen

Neuer Perinataler Schwerpunkt am Robert-Bosch-Krankenhaus

Das Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) baut zusammen mit dem Klinikum Ludwigsburg einen „Perinatalen Schwerpunkt“ für die Betreuung von Neugeborenen ab der 32. Schwangerschaftswoche auf. Bisher war die Geburtsabteilung des RBK eine so genannte Geburtsklinik, für die der Gesetzgeber aus Qualitätssicherungsgründen nur Geburten ab der
37. Schwangerschaftswoche zulässt. Durch die neuen Strukturen können künftig auch plötzlich auftretende, unerwartete Notfälle bei Früh- und Neugeborenen adäquat versorgt werden.

„Der Trend zeigt, dass das Durchschnittsalter werdender Mütter und damit auch die Wahrscheinlichkeit einer Risikogeburt tendenziell steigen. Dieser Entwicklung wollen wir auch in unserer medizinischen Betreuung Rechnung tragen“, erläutert der Geschäftsführer des RBK, Ullrich Hipp. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Klinikum Ludwigsburg einen äußerst kompetenten Kooperationspartner gefunden haben, mit dem wir gemeinsam einen Perinatalen Schwerpunkt aufbauen können.“

Auch für Dr. Andrea Grebe, Geschäftsführerin des Klinikum Ludwigsburg, ist der Aufbau der neuen Kooperation ein Erfolg: „Wir freuen uns, dass das Klinikum Ludwigsburg im Rahmen der Zusammenarbeit zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Neugeborenen am RBK beitragen kann.“

Strukturen

Voraussetzung für den Ausbau zum Perinatalen Schwerpunkt als nächsthöhere Versorgungsstufe nach der „Geburtsklinik“ sind bestimmte strukturelle Bedingungen: Ab kommendem Februar werden speziell ausgebildete Kinderärzte des Klinikums Ludwigsburg rund um die Uhr in der Geburtsabteilung des RBK vor Ort sein. Für die Versorgung der kleinen Patienten steht außerdem eine hochwertige medizinisch-technische Raumausstattung mit speziellen Ultraschallgeräten und der Möglichkeit der Beatmung im Notfall zur Verfügung.

Einvernehmlicher Wechsel

Die bisherige Versorgung am RBK sah ein tägliches pädiatrisches Konsil und einen Rufbereitschaftsdienst durch die Klinik für Kinder und Jugendliche des Klinikums Esslingen vor. Diese verfügt selbst über die höchste Versorgungsstufe, das so genannte „Perinatalzentrum Level 1“. Die Zusammenarbeit zwischen dem RBK und dem Klinikum Esslingen wurde von Prof. Dr. Christian von Schnakenburg, Chefarzt der Kinderklinik in Esslingen, und Prof. Dr. Wolfgang Simon, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am RBK, sehr geschätzt: „Es war eine hervorragende Kooperation, die uns fachlich bereichert und Mütter und Kinder wertvoll unterstützt hat.“

Da sich das Klinikum Esslingen auf die Versorgung im Landkreis konzentriert, ist eine permanente Kinderarztpräsenz im RBK als eine Voraussetzung für den „Perinatalen Schwerpunkt“ durch das Klinikum Esslingen jedoch nicht leistbar. Vor diesem Hintergrund fand einvernehmlich ein Wechsel des Kooperationspartners statt.

Nächste Schritte

Ab Oktober 2010 werden die Neugeborenen der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des RBK nun von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Ludwigsburg, das ebenfalls über die höchste Versorgungsstufe des „Perinatalzentrums Level 1“ verfügt, betreut. Die Versorgung findet zunächst im Rahmen einer täglichen Anwesenheit und ab Februar 2011 Tag und Nacht unter der Leitung von Dr. Matthias Walka, Chefarzt der Kinderklinik, in der bestehenden Überwachungseinheit im RBK statt.

Die Bilder im Anhang zeigen die Überwachungsstation am Robert-Bosch-Krankenhaus. Auf Anfrage schicken wir Ihnen die Aufnahmen in druckfähiger Fassung gerne zu.

Bildmaterial auf Anfrage

Die Überwachungsstation am Robert-Bosch-Krankenhaus

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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