31. Januar 2011 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Eine neue Ära geriatrischer Rehabilitation: Der Erweiterungsbau der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus

Mit dem Erweiterungsbau der Klinik für Geriatrischen Rehabilitation bietet das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart seinen Patienten ein deutlich erweitertes Therapieangebot: In einem 60 Quadratmeter großen Wasserbecken lernen ältere Menschen, gelähmte oder verletzte Körperteile wieder zu mobilisieren. In den angeschlossenen Räumlichkeiten kommen modernste Technologien für rehabilitative Maßnahmen zum Einsatz. So können die Patienten auf ihrem Weg zurück in die Selbstständigkeit individuell unterstützt werden.

Die geriatrische Rehabilitation wird durch das steigende Durchschnittsalter der Patienten vor immer neue Herausforderungen gestellt. Klassische Therapieansätze werden den Bedürfnissen der älteren Verletzten oftmals nicht mehr gerecht. Das RBK begegnet diesen Aufgaben mit dem Erweiterungsbau der Klinik für Geriatrischen Rehabilitation: Das neue Bewegungsbad und seine angeschlossenen Räumlichkeiten ermöglichen eine individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmte Behandlung, die sowohl ambulant als auch stationär erfolgen kann. In den Neubau wurden rund 5,5 Millionen Euro investiert. Damit führt das RBK eine Tradition fort, die bereits auf die Gründungsjahre zurückgeht. Schon während der Konzeptionsphase des Krankenhausbaus sah Robert Bosch d.Ä. insgesamt 300 Quadratmeter für die damals noch neuartige physikalische Therapie vor. „Diese Investition passt somit gut zu unserem Auftrag“, erklärt der Ärztliche Direktor des RBK, Prof. Dr. Mark Dominik Alscher. Ullrich Hipp, Geschäftsführer des RBK, fügt hinzu: „Das RBK verkörperte schon immer den Inbegriff des modernen, hochwertig ausgestatteten Krankenhauses, das mit seinen Angeboten häufig Impulse setzt und Vorreiter ist.“

Sanfte Therapie im Wasser

Das 60 Quadratmeter große Wasserbecken ist das Herzstück des neuen Erweiterungsbaus. Hier lernen die Patienten, gelähmte oder verletzte Körperteile wieder zu mobilisieren. Die besonderen Eigenschaften des Wassers unterstützen dabei das Training. Denn während Bewegungen an Land aufgrund der Schwerkraft oftmals nicht möglich sind, fällt dies im Wasser wesentlich leichter – eine Erfahrung, die hilft, Schritt für Schritt eine Lähmung oder eine Verletzung zu überwinden. Ein Tretbecken und ein so genanntes Vier-Zellen-Bad ergänzen das Beckenangebot durch Kneipp’sche Anwendungen und Elektrotherapie.

Wissenschaftliche Erkenntnisse im Gang- und Bewegungslabor

Die Wiederherstellung und Optimierung der Mobilität ist ein zentrales Ziel der meisten Rehabilitationsmaßnahmen in der Geriatrie. Dazu ist das Verständnis von relevanten Bewegungsabläufen wie Gehen oder Aufstehen eine grundlegende Voraussetzung. Auf Basis von Vorarbeiten am RBK werden im Gang- und Bewegungslabor die Bewegungsabläufe von Patienten und externen Studienteilnehmern untersucht. Der Raum ist mit technisch hoch entwickelten Details ausgestattet, darunter Hochgeschwindigkeits-Kamerasysteme an den Wänden, Druckmessplatten am Boden und am Körper getragene Sensoren. Über die Regulierung der Temperatur, Lichteffekte, Akustik und Videoprojektionen können unterschiedliche Szenarien und Rahmenbedingungen simuliert werden. Das Gang- und Bewegungslabor unterstützt die hausinterne Diagnostik am RBK und liefert neue Erkenntnisse, die auch in wissenschaftliche Publikationen einfließen. Die Ergebnisse dienen dazu, präventive Maßnahmen wie die gezielte Sturzprophylaxe weiterzuentwickeln und Unfällen sowie Erkrankungen vorzubeugen.

Erfolg mit robotergestützter Therapie

Die robotergestützte Therapie erfolgt mit dem Armeo-Roboter, ein durch den Verein Freunde und Förderer des Robert-Bosch-Krankenhauses unterstütztes Projekt. Armeo ist ein Trainingsgerät zur Behandlung eines funktionseingeschränkten Arms: Eine Schiene mit Greifsensor trägt das Gewicht des Patientenarms, verstärkt so die verbleibende Armfunktion und unterstützt die Aktive Armbewegung. An einem Computer mit dreidimensionalem Bild trainieren die Patienten alltägliche Bewegungsabläufe. Die Aufgaben werden über das Computerprogramm gestellt. Der Greifsensor erlaubt das kombinierte Training der Hand- und Armfunktion, eingebaute Sensoren zeichnen die aktive Armbewegung des Patienten an jedem Gelenk auf. Die integrierte Software liefert präzise Informationen zur Bewertung des Therapiefortschritts und hilft, den richtigen Schwierigkeitsgrad der Therapieübungen zu bestimmen.

Bildmaterial auf Anfrage

Im Bewegungsbad unterstützen die besonderen Eigenschaften des Wassers das Training der Patienten.
Im Bewegungsbad unterstützen die besonderen Eigenschaften des Wassers das Training der Patienten.
Das 60 Quadratmeter große Wasserbecken ist das Herzstück des neuen Erweiterungsbaus.
Das 60 Quadratmeter große Wasserbecken ist das Herzstück des neuen Erweiterungsbaus.
Armeo ermöglicht die robotergestützte Therapie eines funktionseingeschränkten Arms.
Armeo ermöglicht die robotergestützte Therapie eines funktionseingeschränkten Arms.
Im Gang- und Bewegungslabor, das mit technisch hoch entwickelten Details ausgestattet ist, werden die Bewegungsabläufe der Patienten untersucht.
Im Gang- und Bewegungslabor, das mit technisch hoch entwickelten Details ausgestattet ist, werden die Bewegungsabläufe der Patienten untersucht.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
Verwendung ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das in dieser Pressemitteilung berichtete Thema

Pressekontakt

Robert-Bosch-Krankenhaus
Unternehmenskommunikation
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3047
Telefax 0711/8101-3779
unternehmenskommunikation -|- @ -|- rbk.de