21. Februar 2013 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Gemeinsam für Mukoviszidose-Patienten

Robert-Bosch-Krankenhaus, Standort Klinik Schillerhöhe, Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut und Universitätsklinikum Tübingen gründen das Mukoviszidose-Zentrum Tübingen-Stuttgart (CCFC).

Am 23. Februar 2013 fällt für das gemeinschaftliche Mukoviszidose-Zentrum Tübingen-Stuttgart der Startschuss. Erklärtes Ziel des Zusammenschlusses aus Fachkliniken, Forschungsinstituten und Ambulanzen ist, die klinische Versorgung von Mukoviszidose-Patienten weiter zu verbessern sowie die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Grundlagen- und klinischen Forschung zu verstärken. Durch die Allianz der drei starken Partner entsteht ein in Deutschland bislang einmaliger Verbund aus diagnostischen und auf Forschung ausgelegten Instituten und Krankenhäusern, in denen ständig zirka 240 Mukoviszidose-Patienten versorgt werden.

Mukoviszidose ist eine erbliche Stoffwechselstörung. Sie geht auf einen Gendefekt zurück, der 1989 erkannt wurde. Die Multiorganerkrankung verursacht die Produktion von zähflüssigen Sekreten in Lunge und Verdauungstrakt. Mit weltweit zirka 100.000 Patienten zählt Mukoviszidose zu den seltenen Erkrankungen. Bisher ist sie nicht heilbar sondern kann nur symptomatisch behandelt werden. Dabei steht die Therapie der häufig auftretenden chronisch-bakteriellen Lungeninfektionen im Mittelpunkt.

Zusammenschluss für Patienten

Noch vor zirka 20 Jahren starben die meisten Betroffenen im Kindes- oder Jugendalter, mittlerweile ist die Lebenserwartung durch Fortschritte in der Forschung erheblich gestiegen: In Deutschland beträgt die mittlere Lebenserwartung heute 39,9 Jahre. „Wir sind davon überzeugt, dass die Lebenserwartung von Mukoviszidose-Patienten auf bis zu 60 Jahre steigen kann, wenn die Lunge auf Dauer frei von Infekten gehalten wird“, erklärt Prof. Dr. Gerd Döring vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am UKT. Durch interdisziplinäre Forschung und daraus resultierenden neuen therapeutischen Strategien, wie sie am CCFC entwickelt werden, soll dies in absehbarer Zeit möglich sein. „Für eine optimierte Therapie ist eine frühzeitige Erkennung der Krankheit gleich nach der Geburt sehr wichtig“, macht Priv.-Doz. Dr. Joachim Riethmüller von der Kinderklinik des UKTs deutlich. Durch die Einbindung der Klinik Schillerhöhe in das Zentrum können nun auch erwachsene Patienten erstmals altersgerecht und kontinuierlich auf höchstem Niveau versorgt werden. „Die Expertise unserer Klinik kommt nun einem größeren Kreis von Betroffenen zugute – davon profitieren die Patienten enorm“, sagt Prof. Dr. Martin Kohlhäufl, Chefarzt der Abteilung für Pneumologie und Pneumologische Onkologie. „Die Gründung des Zentrums ist ein wichtiger und wegweisender Schritt hin zur strukturellen Verbesserung der Versorgung von Patienten mit dieser seltenen Lungenerkrankung“, so Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des Robert-Bosch-Krankenhauses und seines Standorts Klinik Schillerhöhe.  

Partner des Comprehensive Cystic Fibrosis Centre (CCFC)

An dem Zentrum sind sowohl die Ambulanzen des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) als auch des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK), Standort Klinik Schillerhöhe (Chefarzt Prof Dr. Martin Kohlhäufl), beteiligt. Weitere Partner sind das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie am RBK (Leitung Prof. Dr. Matthias Schwab), das Interfakultäre Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin und das pädiatrische Sekretariat für klinische Studien am UKT.

 

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Weltweit sind zirka 100.000 Menschen an Mukoviszidose erkrankt.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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