16. März 2010 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Gynäkologisches Krebszentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert

Das Gynäkologische Krebszentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) hat das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erhalten. Die DKG bescheinigt damit die Erfüllung hoher qualitativer Standards in der Behandlung gynäkologisch-krebskranker Patientinnen.

„Mit dem Gynäkologischen Krebszentrum ist neben dem Brust-, Darm- und Lungenzentrum bereits das vierte Zentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus und seinen Standorten zertifiziert“, so Ullrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses. „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung, die bestätigt, dass unsere Patientinnen medizinisch ebenso wie pflegerisch auf höchstem Niveau versorgt werden.“

„Gynäkologische Tumorerkrankungen erfordern einen komplexen Behandlungsansatz, an dem viele verschiedene Fachrichtungen beteiligt sind“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Simon, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am RBK. „Das Gynäkologische Krebszentrum bildet das gemeinsame Dach, unter dem die Abteilungen des RBK sowie die externen Kooperationspartner eng zusammenarbeiten.“ „Alle beteiligten Partner erfüllen die Standards gemäß den Leitlinien der DKG“, ergänzt Zentrumsleiter und Ltd. Oberarzt Dr. Bernd Winkler. „Ihr interdisziplinäres Zusammenwirken schafft ideale Voraussetzungen, um die erforderliche Diagnostik und eine individuell auf jede Patientin abgestimmte Therapie durchzuführen.“

Beteiligte Fachdisziplinen

Zum Gynäkologischen Krebszentrum gehören acht medizinische Fachabteilungen des RBK sowie die Pflege. In der Abteilung für Radiologie stehen neben Röntgen modernste Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und nuklearmedizinische Szintigraphie zur Verfügung. In den Abteilungen für Pathologie und Labormedizin werden u.a. die entnommenen Gewebeproben analysiert. Die Ergebnisse der Diagnostik werden im so genannten Tumorboard vorgestellt, in dem alle beteiligten Spezialisten die Erkrankung jeder Patientin einzeln besprechen und einen abgestimmten Behandlungsvorschlag erarbeiten.

Bei den operativen Therapien arbeiten die Abteilungen für Gynäkologie, für Viszeralchirurgie sowie für Anästhesie eng zusammen. Die schonende minimal-invasive Chirurgie bildet einen Schwerpunkt innerhalb des Gynäkologischen Krebszentrums. Am RBK sind sämtliche technische Neuerungen etabliert, zum Beispiel die digital hochauflösende Videooptik, Ultracision sowie Lasertechnologie. Im Bereich der Strahlentherapien arbeitet das Gynäkologische Krebszentrum eng mit der Klinik für Radioonkologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin des Klinikums Ludwigsburg zusammen. Darüber hinaus sind zahlreiche niedergelassene Ärzte der Region (insbesondere Radiologen und Onkologen) integriert.

Unterstützende Angebote

Während und nach der Therapie können die Patientinnen auf unterstützende Angebote wie Kosmetikseminare zurückgreifen und werden bei Bedarf psychoonkologisch begleitet. Schwer kranken Patientinnen steht die Abteilung für Onkologie mit einer umfangreichen palliativen Betreuung zur Seite. Auch die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. Stuttgart ist in die Betreuung der Patientinnen eng eingebunden.

Verfahren der Zertifizierung

Im Rahmen ihres Zertifizierungssystems hat die DKG einheitliche fachliche Anforderungen definiert, die Krebszentren für eine Zertifikatserteilung erfüllen müssen. Im Rahmen eines Audits durch das unabhängige Zertifizierungsinstitut OnkoZert wird das Zusammenwirken aller an der Behandlung beteiligten medizinischen und pflegerischen Fachrichtungen sowie der Kooperationspartner überprüft, die gemeinsam ein Organzentrum bilden. Jährlich wird kontrolliert, ob das Qualitätsniveau kontinuierlich aufrechterhalten wird. Nach drei Jahren müssen sich zertifizierte Zentren einer umfangreichen Rezertifizierung stellen.

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