13. Oktober 2011 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Handlungsorte – Realisierte Kunstprojekte im Robert-Bosch-Krankenhaus 2011

Im Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) wurden dieses Jahr zwei neue Kunstprojekte umgesetzt: Ein farbiges Wand- und Deckenrelief der Berliner Künstlerin Katja Brinkmann empfängt die Patienten im Aufwachraum und strahlt eine beruhigende Wirkung auf die liegenden Patienten aus. Anna Ingerfurths großformatige Wandmalerei auf der langen Wand zum Bewegungsbad stellt mit menschlichen Figuren auf überdimensionierten Farbfeldern inhaltliche Bezüge zum Geschehen im neuen Gebäude her.

Gedanken und Gefühle auf Wanderschaft schicken

Patienten, die im Aufwachraum der Bereiche Herzkatheter und Endoskopie aus der Narkose erwachen, schauen seit Januar 2011 nicht mehr auf eine weiße Decke, sondern werden von einem zarten Lindgrün empfangen. Die Berliner Künstlerin Katja Brinkmann hat diesen Farbton für die rechteckige Deckenform festgelegt und lässt sie von einem wellenförmigen Band aus bemaltem Aluminium umspielen. Das schmale Band - das mal breiter, mal dünner angelegt ist - wurde von der Künstlerin mit fließenden Übergängen in Blau-, Grün-, Rosa- und Gelbtönen bemalt und sowohl auf die Decke als auch auf die oberen Bereiche der Wand fest montiert. Die organische, weiche Form umfasst somit den gesamten Raum und bringt durch die räumlichen Sprünge von der Decke zur Wand auf dezente Weise optische Ablenkung von der klinischen Nüchternheit des Raumes. Der liegende Patient sieht zwar über sich nur einen Teilabschnitt der mäandernden Form, kann sie aber als Teil eines umfassenden Ganzen wahrnehmen und seine Gedanken und Gefühle entlang der Farbverläufe auf Wanderschaft schicken.

Grafisch abstrahierte „Handlungsorte“

Die Aufgabe, den langen Weg zum Bewegungsbad für Patienten, Mitarbeiter und Besucher aufmunternd und abwechslungsreich zu begleiten, hat die Wandmalerei von Anna Ingerfurth. Sie hat sie unter dem Titel „Handlungsorte“ auf der 70 Meter langen Wand im Flur zum Bewegungsbad im Frühjahr dieses Jahres realisiert. Motive aus ihren visuellen Tagebüchern bildeten die Grundlage für die 200 qm füllende Wandmalerei. Passend zu den inhaltlichen Themen des neuen Gebäudetraktes hat die Künstlerin Motive, die sich um Wasser und Bewegung drehen, ausgesucht und von ihren kleinformatigen Tafelbildern auf die drei Meter hohen Wandflächen übertragen. So werden wir in der ersten Hälfte des Flures von menschlichen Figuren begleitet, die in grafisch abstrahierte Wasserflächen springen, einen Ball balancieren, neugierig durch ein Bullauge schauen oder mit angedeuteten Schwimmbrettern umgehen. Im hinteren Teil des Flures – gegenüber dem Bewegungsbad – erscheinen die Figuren im Zusammenhang mit sportlichen Bewegungsgeräten wie einem Trampolin, Seilen oder Stäben. An drei Stellen sind die Figuren in wandfüllende Farbflächen integriert, deren realer Ausgangspunkt, etwa ein Handtuch oder ein Straßenverlauf, zu ornamentalen Farbflächen und Formen stilisiert sind. Die künstlerische Sprache Anna Ingerfurths zeichnet sich durch eine hintergründig-humorvolle Kombination von agierenden menschlichen Figuren mit abstrahierten räumlichen Bezügen aus. Die Reaktionen der verschiedenen Nutzergruppen auf die Wandmalerei sind bislang sehr positiv, bietet sie ihnen doch Abwechslung, Gesprächsstoff und markante optische Blickfänge und Anziehungspunkte.

Kunst im RBK

Das RBK verfolgt seit zehn Jahren ein bundesweit einzigartiges Kunstkonzept, bei dem eigens von Künstlern für den Ort entwickelte Kunstprojekte dauerhaft in das Umfeld der Patienten und Mitarbeiter integriert werden. Ziel ist es, damit das therapeutische Milieu im Krankenhaus zu unterstützen und jedem Bereich ein individuelles Erscheinungsbild zu geben. Im Rahmen der stetigen Modernisierung konnten bislang 24 sogenannter „Kunst-am-Bau-Projekte“ mit der Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert werden. 
 

Bildmaterial auf Anfrage

Für den Aufwachraum der Bereiche Herzkatheter und Endoskopie hat die
Für den Aufwachraum der Bereiche Herzkatheter und Endoskopie hat die abstrakte Malerin Katja Brinkmann aus Berlin ein Deckenrelief entworfen, das die nüchterne und strenge Wirkung des Raums sanft in Schwingung versetzt.
abstrakte Malerin Katja Brinkmann aus Berlin ein Deckenrelief entworfen, das
die nüchterne und strenge Wirkung des Raums sanft in Schwingung versetzt.
Die Stuttgarter Malerin Anna Ingerfurth ist durch ihre hintergründighumorvollen Tafelbilder bekannt, auf denen sich menschliche Figuren in alltäglichen Szenen auf abstrahierten Farbflächen bewegen. Auf der 70 Meter langen Flurwand zum neuen Bewegungsbad des RBK realisierte sie erstmals eine großformatige Wandmalerei.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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