24. Februar 2014 | Klinik Schillerhöhe

Kunst in der Klinik Schillerhöhe – Ausstellung „Inmitten der Bilder“ eröffnet

Die mittlerweile zweite Ausstellung in der Klinik Schillerhöhe, einem Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses, ist den beiden Stuttgarter Malern Isa Dahl und Thomas Heger gewidmet. Sie wurde am vergangenen Donnerstag (20. Februar 2014) eröffnet. Bis 25. Mai 2014 bleiben die 90 Bilder der beiden Künstler in der Gerlinger Lungenfachklinik ausgestellt.

„Kunst im Krankenhaus ist weitaus mehr, als schöne Bilder aufzuhängen“, erklärt Isabel Grüner, Kunstbeauftragte des Robert-Bosch-Krankenhauses, zu dessen Verbund die Klinik Schillerhöhe gehört. „Mit Isa Dahl und Thomas Heger konnten wir zwei hochkarätige zeitgenössische Maler für unsere Ausstellung gewinnen, die ihre eigenständige malerische Bildsprache seit Jahren weiterentwickeln. Sie stehen beispielhaft für den künstlerischen Anspruch, den wir mit unserem  Kunstkonzept im Krankenhaus verfolgen“, so die Kunsthistorikerin weiter. In seiner Rede anlässlich der Vernissage erklärte Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH: „Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie qualitativ hochwertige Kunst die Räume einer Klinik verändern und aufwerten kann. Von den ausgewählten Bildern geht gleichermaßen Kraft aber auch Ruhe aus – die perfekte Mischung für ein Krankenhaus.“  Mit 50 Leinwandbildern und rund 40 Papierarbeiten ist die aktuelle Ausstellung „Inmitten der Bilder“ die bislang umfangreichste Ausstellung in der Klinik Schillerhöhe. Erstmals wurden auch die Wände der Stationen im Erdgeschoss in das Ausstellungskonzept mit einbezogen.

Isa Dahl – Malerisches Kalkül in zahlreichen Schichten
Isa Dahl entwickelt ihre Bilder in einem dynamischen Malprozess, bei dem die abstrakte Linienstruktur der Pinselstriche bildbestimmend ist. Was auf den ersten Blick spontan und unkontrolliert wirkt, ist das Ergebnis eines gezielten Farb- und Bildaufbaus, der mit malerischem Kalkül in einem Malvorgang – alla Prima - ausgeführt wird. In zahlreichen Malschichten legt die Künstlerin verschiedenfarbige, geschwungene Pinselstriche übereinander, die der kreisförmigen Armbewegung der Malerin folgen oder wellen- und schleifenartig ausgerichtet sind. Dank ihres reichen Wissens über die Eigenschaften von Farben und der Anwendung altmeisterlicher Lasurtechnik bekommen die Farbbahnen eine außergewöhnliche Leuchtkraft. Der Blick des Betrachters kann den Malspuren bis in die tieferen Schichten der Bilder hinein folgen. Trotz der sinnlichen Expressivität und Dynamik haben die Bilder durch ihre Rhythmisierung und Vielschichtigkeit einen kontemplativen Charakter, der den Betrachter einnimmt und zum Innehalten und Reflektieren einlädt.

Thomas Heger –  Spannung aus Kontrasten
Zu den dynamisch-plastischen Pinselstrukturen Isa Dahls bilden Thomas Hegers Bilder einen eher statisch-flächigen, aber nicht weniger vielschichtigen Gegenpol. Seine Bilder beziehen die Spannung  aus Gegensätzen, Kontrasten und Widersprüchen, die sich insbesondere in der Gleichzeitigkeit gegensätzlicher Stilelemente wie Abstraktion und Figürlichkeit, aber auch in der Verwendung unterschiedlicher malerischer Techniken und der teilweise kontrastreichen Farbwahl zeigen. Die lasierenden Farbschichten sind in seinen Bildern in breiten, rasterartigen Farbbahnen angelegt, die in ihrer Oberflächentextur mal transparent-durchscheinend, mal flächig-geschlossen erscheinen. Zwischen, auf oder unter den sich überlagernden Schichten tauchen figürliche Motive wie Architekturdetails, Pflanzen und Gefäße auf, die fragmentarisch vereinfacht, als Silhouette oder  - wie bei den menschlichen Figuren - körperhaft-realistisch wiedergegeben sind. In der jüngsten Bilderserie ist das Spannungsfeld zwischen Figur und Abstraktion, in dem sich Heger mit seiner Malerei bewegt, durch die menschliche Figur ergänzt. Miniaturhaft als „Passanten“, oder „Lichtläufer“ immer in Bewegung gemalt, scheinen sie ort- und schwerelos seine Farbräume zu durchwandern. Durch diese „Begleiter“ werden rein abstrakte Farbflächen im Auge des Betrachters zu Wiesen und Feldern und die Sicht auf die Dinge in Hegers Bildern um Landschafts- und Naturbezüge erweitert.

Kunst in der Klinik Schillerhöhe
Mit wechselnden Ausstellungen wird das im Robert-Bosch-Krankenhaus bereits fest etablierte Kunstkonzept seit 2012 auch auf den Standort Klinik Schillerhöhe ausgeweitet. Mit anspruchsvoller zeitgenössischer Kunst soll das therapeutische und atmosphärische Milieu im Krankenhaus unterstützt werden. Patienten und Mitarbeiter profitieren gleichermaßen von der geistigen und sinnliche Anregungen, die von Kunst ausgeht und damit ihrem Gesundungs- bzw. Gesunderhaltungsprozess förderlich ist.


Öffentliche Führungen
Dienstag, 11. März 2014
Donnerstag, 3. April 2014
Dienstag, 6. Mai 2014

Jeweils um 14.30 Uhr sowie nach Vereinbarung unter
Telefon 0711/8101-3009
oder per E-Mail an isabel.gruener -|- @ -|- rbk.de

Treffpunkt im Eingangsbereich der Klinik Schillerhöhe.

Isa Dahl, aus der Serie „wanderung“, 2013, Öl auf Leinwand, 120x170 cm
Thomas Heger, „Kleine Welt 7“, 2011, Acryl auf Leinwand, 90 cm

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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