05. Februar 2010 | Klinik Schillerhöhe

Lungenzentrum an der Klinik Schillerhöhe erhält Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat dem Lungenzentrum an der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen, Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses, sein Qualitätszertifikat verliehen. Es ist damit das erste zertifizierte Lungenzentrum im Großraum Stuttgart.

„Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Zertifizierung“, sagt Ullrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses und der Klinik Schillerhöhe. „Voraussetzung für die Zertifizierung ist ein hoher Qualitätsstandard in der Versorgung onkologischer Patienten, der uns somit auch von unabhängiger Seite bestätigt wurde.“

In der Behandlung krebskranker Patienten blickt die Klinik Schillerhöhe auf eine jahrzehntelange Tradition zurück: „In unserem Haus werden seit mehr als 50 Jahren Menschen mit Lungenkrebs und anderen Erkrankungen der Lunge behandelt“, so der Leiter des Lungenzentrums an der Klinik Schillerhöhe, Prof. Dr. Godehard Friedel. „In unserer Patientenversorgung profitieren wir von diesen langjährigen Erfahrungen sowie von aktuellen fremden und eigenen Forschungsergebnissen.“

Ganzheitliche Betreuung

Im Lungenzentrum der Klinik Schillerhöhe arbeiten neben den dortigen Abteilungen für Thoraxchirurgie, Pneumologische Onkologie und Anästhesie sowie der Pflege auch die am Robert-Bosch-Krankenhaus ansässigen Abteilungen für Onkologie, für Pathologie, Radiologie und Psychosomatische Medizin zusammen. Wichtige externe Kooperationspartner sind die Abteilungen für Radioonkologie des Marienhospitals und des Klinikums Ludwigsburg. Auch mit dem Klinikverbund Südwest und der Universität Tübingen bestehen enge Verbindungen. Die meisten Onkologen und Pneumologen der Region werden als Kooperationspartner in die Diagnostik und Therapie der Patienten eingebunden. Auch die vor etwa zwei Jahren gegründete Selbsthilfegruppe hat einen großen Stellenwert im Netzwerk des Lungenzentrums.

„Jeder Patient wird im Lungenzentrum in seiner Ganzheitlichkeit betrachtet“, erläutert Zentrumsleiter Prof. Friedel. „Einmal pro Woche kommen Vertreter aller beteiligten Disziplinen im so genannten Tumorboard zusammen, um die Erkrankung jedes einzelnen Patienten zu besprechen und gemeinsam die optimale Therapie festzulegen.“ 

Angebote des Lungenzentrums

Im Lungenzentrum der Klinik Schillerhöhe stehen neben der Lungenspiegelung (Bronchoskopie) modernste diagnostische Verfahren wie Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) und Positronen-Emissionstomographie (PET) zur Verfügung. Gemeinsam mit den externen Kooperationspartnern werden operative, medikamentöse und Strahlentherapien durchgeführt. Begleitbehandlungen wie Ernährungstherapie, psychologische Unterstützung, Atem- und Krankengymnastik sollen dabei Nebenwirkungen vorbeugen und die eigenen Kräfte zur Überwindung der Krankheit aktivieren. Bei Bedarf werden Patienten während und nach der Therapie psychoonkologisch begleitet. Die Abteilung für Onkologie steht schwer kranken Patienten mit einer umfangreichen palliativen Betreuung zur Seite. In den Ambulanzen der Klinik Schillerhöhe können gemeinsam mit den niedergelassenen Kooperationspartnern die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen koordiniert und bei Bedarf durchgeführt werden.

Verfahren der Zertifizierung

Ziel des Zertifizierungssystems der DKG ist es, eine an einheitlich definierten Qualitätsmaßstäben orientierte, ganzheitliche Behandlung onkologischer Patienten sicherzustellen. Im Rahmen eines Audits durch das unabhängige Zertifizierungsinstitut OnkoZert wird dazu das Zusammenwirken aller an der Behandlung beteiligten medizinischen und pflegerischen Fachrichtungen sowie der Kooperationspartner überprüft, die gemeinsam ein Organzentrum bilden. In jährlichen Begutachtungen wird kontrolliert, ob das Qualitätsniveau kontinuierlich aufrechterhalten wird. Nach drei Jahren müssen sich zertifizierte Zentren einer umfangreichen Rezertifizierung stellen.

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