04. Februar 2014 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Meistzitierte Köpfe in Pharmakologie und Pathologie aus Stuttgart

Prof. Dr. Matthias Schwab, Institutsleiter des am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) angesiedelten Dr. Margarate Fischer-Bosch-Instituts für Klinische Pharmakologie (IKP), und Prof. Dr. German Ott, Chefarzt der Abteilung für Pathologie am RBK, gehören europaweit zu den meistzitierten Köpfen ihres Fachs.

Zu dieser Erkenntnis kam das europäische Fachmagazin „Lab Times“. Dafür untersuchte die Redaktion sämtliche Artikel aus den Jahren 2005 bis 2011, die in Fachzeitschriften mit den Schwerpunkten Pharmakologie bzw. Pharmazie und Pathologie erschienen sind. Mit 115 Artikeln und 4.137 Zitaten belegte Prof. Dr. Matthias Schwab, Leiter des IKP, als meistzitierter deutscher Forscher im Bereich Pharmakologie und Pharmazie den 13. Platz. „Am IKP tragen wir durch kontinuierliche Nachwuchsförderung aktiv dazu bei, die Vorreiter-Position von europäischen und speziell deutschen Forschern weiter auszubauen. Das Ranking zeigt, wie stark wir uns in dem internationalen Wettbewerb behaupten können, obwohl wir eine vergleichsweise kleine Einrichtung sind“, so Prof. Schwab.
Den 25. Platz unter den meistzitierten Pathologen Europas erreichte Prof. Dr. German Ott, Chefarzt der Abteilung für Pathologie am RBK. Seine 98 Artikel wurden insgesamt 4.560 Mal zitiert. „Die Abteilung für Pathologie am RBK ist sowohl hinsichtlich ihres klinisch-diagnostischen Leistungsspektrums wie auch aufgrund ihrer sehr erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit und der hiermit verbundenen regen Publikationstätigkeit national und international hoch angesehen. In vielen Aspekten arbeiten wir natürlich eng mit dem IKP zusammen. Besonders hervorzuheben ist aber, dass eine solche herausragende Platzierung von einem außeruniversitären Institut erreicht wurde.“, erklärt Prof. Ott.

Publikationen sind die Währung der Forschung

Die Reputation eines Forscherteams oder einer forschenden Einrichtung ist enorm wichtig, wenn es um die Bewerbung um Fördermittel geht. Hat eine Gruppe oder ein Wissenschaftler bereits viele Publikationen, idealerweise in namhaften internationalen Fachmagazinen auf den Weg gebracht, ist dies bereits viel wert. Ohne tatsächliche finanzielle Mittel ist Forschung jedoch unmöglich. So entsteht ein ewiger Kreis: Für die Bewerbung um Fördermittel ist der Nachweis der bisherigen erfolgreichen Forschung unumgänglich, dieser kann jedoch wiederum nur durch bereits finanzierte Projekte, über die publiziert wurde, erbracht werden.

 

Das IKP und die Abteilung für Pathologie am RBK

Das IKP ist weltweit eines der führenden Forschungsinstitute auf dem Gebiet der Pharmakogenomik und der Personalisierten Medizin. Dabei geht es um die Frage, warum ein bestimmter Patient positiv auf ein Medikament reagiert, ein anderer jedoch möglicherweise unerwünschte Nebenwirkungen erfährt. Der Schlüssel liegt dabei in der Vielfalt des menschlichen Genoms, das für die effektive Vorhersage einer therapeutischen Wirkung genutzt werden kann. Wäre es möglich, das Ansprechen auf ein Medikament vor Therapiebeginn vorherzusagen, könnte wertvolle Lebenszeit und -qualität gewonnen werden. Dieses Konzept würde die derzeitige klinische Praxis (ein Medikament in gleicher Dosis für alle Patienten) nachhaltig verändern. „Es wäre dann möglich, das jeweils geeignete Medikament gemäß den individuellen Bedürfnissen des Patienten zu verabreichen – und Nebenwirkungen auszuschließen“, so Prof. Schwab.
Die Pathologie, also die Lehre von den morphologischen Veränderungen an Organen und Organsystemen, die durch die Krankheiten hervorgerufen werden, ist traditionell ein wissenschaftliches Fach. Wie in kaum einem anderen Gebiet der Medizin können neueste Forschungsergebnisse direkt in die Qualität der Patientenversorgung einfließen, zum Beispiel in der Bestimmung genetischer Veränderungen von Tumoren in der molekularen Pathologie. „Die Möglichkeit, neben der klinischen Tätigkeit am RBK auch wissenschaftlich arbeiten zu können, hat also einen direkten und nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Qualität unserer Diagnostik und kommt damit unmittelbar den Patienten zugute“, ist die Meinung von Prof. Ott.

 

Die kompletten Artikel der „Lab Times“ finden Sie online unter:
www.labtimes.org/labtimes/ranking/2013_05/index.lasso
www.labtimes.org/labtimes/ranking/2013_07/index.lasso

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