19. Januar 2010 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Neue Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Robert-Bosch-Krankenhaus

Zum Jahresbeginn hat die neue Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart ihre Arbeit aufgenommen.

Zum Chefarzt wurde Prof. Dr. Bernd Kinner berufen, der zuletzt als Leitender Oberarzt in der Abteilung für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg tätig war.

„Wir freuen uns sehr, dass das RBK mit Prof. Kinner einen hochqualifizierten, erfahrenen Mediziner für die Leitung unserer neuen chirurgischen Abteilung gewonnen hat“, sagt Geschäftsführer Ullrich Hipp. „Mit deren Einrichtung wurde das chirurgische Leistungsspektrum am RBK weiter ausdifferenziert und konsequent auf den sich wandelnden Bedarf an chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten hin ausgerichtet.“

Schwerpunkte

Zu den Schwerpunkten der neuen Abteilung gehört die Behandlung älterer Menschen mit Brüchen und Verletzungen, die so genannte Alterstraumatologie. „Schon heute zeigt sich, dass vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Verletzungen älterer Menschen in den kommenden Jahren deutlich zunehmen werden – aufgrund von Alterserscheinungen wie Osteoporose, aber auch der steigenden Aktivität der Menschen im Alter“, erläutert Prof. Kinner. „Die neue Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie richtet ihr Angebot konkret auf diese Patientengruppe aus. In enger Zusammenarbeit mit den benachbarten Disziplinen am RBK wie der Geriatrie, der Anästhesie und der Inneren Medizin wird Patienten eine umfassende, integrierte Versorgung angeboten.“

Neben dem künstlichem Gelenkersatz (Endoprothetik) liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der gelenkerhaltenden rekonstruktiven Chirurgie von Schulter, Ellbogen, Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuß. Hier finden sämtliche moderne Verfahren der Gelenkchirurgie wie die Gelenkspiegelung, Knorpeltherapie sowie Achskorrekturen Anwendung.

Besonderes Augenmerk liegt darüber hinaus auf der Wirbelsäulenchirurgie, die bisher am RBK noch nicht durchgeführt wurde. „Moderne Techniken und Implantate ermöglichen es, Wirbelsäulenoperationen heute minimal-invasiv, das heißt schonend durch kleine Zugangswege zum Beispiel mit Hilfe der Thorakoskopie anzubieten“, erklärt Prof. Kinner.

Lebenslauf und Forschungsfelder

Als Assistenzarzt war Prof. Kinner bereits von 1996 bis 2002 im RBK tätig. In dieser Zeit absolvierte er einen 18-monatigen Forschungsaufenthalt am Brigham and Women’s Hospital der Harvard Medical School in Boston (USA). Von 2002 bis 2006 war Prof. Kinner Oberarzt in der Abteilung für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg, bevor er für zwölf Monate Kommissarischer Leiter und Universitätsprofessor der Abteilung für Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München wurde. Seit Januar 2007 war er Leitender Oberarzt der Abteilung für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg.

Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf den innovativen Technologien des „Tissue Engineering“ (Gewebekonstruktion). Dabei handelt es sich um einen zentralen Zweig der regenerativen Medizin, der darauf beruht, lebende Zellen eines Organismus zu kultivieren. Diese werden mit Trägermaterialien kombiniert, um Gewebe zu rekonstruieren, die über ein eingeschränktes Regenerationspotential verfügen.

Prof. Kinner ist in Volkach (Unterfranken) geboren und in Esslingen aufgewachsen. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, an der Eberhard Karls Universität in Tübingen sowie an der University of Exeter (GB). Seine Freizeit verbringt er mit seinen drei Kindern, beim Rennradfahren oder Mountainbiken sowie mit viel klassischer Musik.

Bildmaterial auf Anfrage

Prof. Dr. Bernd Kinner
Prof. Dr. Bernd Kinner

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
Verwendung ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das in dieser Pressemitteilung berichtete Thema

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