05. Januar 2010 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Neuer Therapieroboter am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart

Für Patienten nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma und anderen neurologischen Krankheiten oder Verletzungen gibt es eine neue Therapiemöglichkeit an der Klinik für Geriatrische Rehabilitation des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK). Durch das Training mit dem so genannten Armeo-Roboter kann die Bewegungsfähigkeit der Arme und Hände deutlich verbessert werden.

„Der Armeo-Roboter gehört weltweit zu den modernsten Geräten, die für ein solches Training der oberen Extremitäten eingesetzt werden“, erklärt Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Clemens Becker. „Bei den ersten Patienten wurde das Gerät bereits mit großem Erfolg eingesetzt. Innerhalb weniger Wochen hat sich eine eindeutige Verbesserung der Armfunktion gezeigt. Die Patienten waren beweglicher und verfügten über eine verfeinerte Motorik und Koordination. Darüber hinaus konnten das Schmerzempfinden reduziert und Muskeln aufgebaut werden.“

Aufgabenorientierte Therapie

An einem Computer mit dreidimensionalem Bild trainieren die Patienten alltägliche Bewegungsabläufe. Die Aufgaben werden über das Computerprogramm gestellt. Im virtuellen Raum üben die Patienten beispielsweise, herabfallende Tropfen mit einem Glas aufzufangen oder Obst in einen Einkaufskorb zu legen.

Eine Schiene mit Greifsensor trägt dabei das Gewicht des Patientenarms, verstärkt so die verbleibende Armfunktion und unterstützt die aktive Armbewegung. Hand- und Armfunktion können über den Greifsensor gleichzeitig trainiert werden. Für realitätsbezogene Übungen kann das Handmodul auch entfernt werden, damit der Patient reale Objekte – zum Beispiel ein Trinkglas – greifen kann und der Arm dennoch gewichtsentlastet wird.

Therapiekontrolle

Eingebaute Sensoren zeichnen die aktive Armbewegung des Patienten an jedem Gelenk auf. Die integrierte Software liefert präzise Informationen zur Bewertung des Therapiefortschritts und zur Bestimmung des richtigen Schwierigkeitsgrades der Therapieübungen.

Projekt des Vereins Freunde und Förderer des Robert-Bosch-Krankenhauses e.V.

Dank der Unterstützung des Vereins Freunde und Förderer des Robert-Bosch-Krankenhauses, der die Beschaffung des Roboters getragen hat, kann der Therapieansatz nun am RBK angeboten werden. Der Verein unterstützt Projekte, die – ebenso wie Armeo – nicht im Rahmen der Regelversorgung finanziert sind. Ziel des Vereins ist es, die medizinische, therapeutische und pflegerische Qualität im Sinne einer ganzheitlichen Patientenversorgung weiter zu steigern. Daneben sollen Qualifizierungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Ehrenamtliche sowie das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement zum Wohle der Patienten gefördert werden.

Liebe Medienvertreter,

gerne stellen wir Ihnen den Armeo-Roboter im Rahmen einer Besichtigung vor Ort vor. Bitte setzen Sie sich für eine Terminabsprache mit uns in Verbindung.

Bildmaterial auf Anfrage

Ein Patient arbeitet mit dem Gerät Armeo, auf dem Bildschirm werden Apfel gezeigt, die er virtuell zu greifen versucht.
Training mit Armeo

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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