25. Juni 2013 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Neues Kunst-am-Bau Projekt am Robert-Bosch-Krankenhaus eingeweiht

Wolfgang Flads Rauminstallation „Lalande 21185“ besteht aus einem Wechselspiel von farbigen Wandflächen, klassischen Bildformaten und raumgreifenden Holzreliefs.

Im März dieses Jahres konnte der Künstler Wolfgang Flad seine farbige Rauminstallation in den Wartebereichen Innere Medizin, Onkologie, Gastroenterologie und Orthopädie  realisieren. In seinem speziell auf die vorhandene Architektur abgestimmten Gesamtkonzept ist es dem Künstler gelungen, die beiden Stockwerke und die daran anschließenden Flurabschnitte zu einer sinnlich stimulierenden und zugleich harmonischen Einheit zusammenzuführen.

Der Titel der Installation „Lalande 21185“, verweist auf einen Sternennamen und erinnert vom Wortklang an die Idee einer Landschaft – dem Leitgedanken des Entwurfs  –  der sich dem Betrachter durch die Wahl der Wandfarben vermittelt: Das obere Stockwerk erinnert an einen Himmel im Abendrot, im unteren Bereich stehen kräftig-satte Farben für Wiesen, Wälder, Früchte und Blumen.
 
Die Entwicklung von skulpturalen Formen im Raum durch organisch wachsende oder auch zufällige entstehende Strukturen interessiert den in Berlin lebenden Bildhauer (geb. 1974 in Reutlingen) seit seinem Studium an der Kunstakademie Stuttgart. Dort hat er Malerei studiert, die Übergänge zwischen den einzelnen Gattungen Malerei, Skulptur und Objektkunst sind in seinem Werk jedoch fließend.  Die inspirative und formale Grundlage seiner Bilder und Reliefs bilden sogenannte „splashes“ (Spritzer). Sie stellen ein kunsthistorisches Zitat der informellen Malerei der 1950er Jahren dar, die angeregt durch das action-painting des Amerikaners Jackson Pollocks, den Bildinhalt durch dynamisch gesetzte Pinselstriche auf dem Blatt zufällig entstehen lässt. Nach seiner zeichnerischen Vorlage überträgt Flad die Formen und Linien mit Hilfe eines Rasters auf die farbig lackierte Oberfläche seiner Holzbilder und fräst diese anschließend aus den Schichtholzplatten aus. Die dadurch frei gelegten Linien stammen von dem dunklen Leim, mit dem die  einzelnen Holzschichten verklebt sind - erinnern aber zugleich an die Jahresringe eines natürlich gewachsenen Holzes oder an die Höhenlinien einer Landkarte.

Kunst im RBK

Im RBK wird seit 1998 das Ziel verfolgt, mit zeitgenössischer Kunst das therapeutische Milieu im Krankenhaus zu unterstützen. Angefangen mit Wechselausstellungen wurde das Konzept bis 2012 durch insgesamt 28 Kunst-am-Bau-Installationen erweitert. Das Projekt ist über die Jahre zu einem wichtigen Bestandteil der Innen- und Außenwirkung des RBK geworden und ist hinsichtlich des Umfangs sowie des künstlerischen Qualitätsanspruchs in Deutschland einmalig..

Lalande 21185, Rauminstallation von Wolfgang Flad (2013).

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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