23. September 2021 | RBK Lungenzentrum Stuttgart

Neues Lungenzentrum: „weil atmen leben ist“

Das neue RBK Lungenzentrum Stuttgart des Robert-Bosch-Krankenhauses bündelt die medizinischen Expertisen und Erfahrungen von ehemals zwei Standorten. Ende 2021 wird die Zusammenlegung der beiden bisherigen Einrichtungen am Stuttgarter Burgholzhof und auf der Schillerhöhe in Gerlingen in einem modernen Hochleistungszentrum auf dem Gelände des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) auch räumlich umgesetzt sein. Für die Patientinnen und Patienten bringt dieser Schritt zahlreiche Vorteile.

Stuttgart – Die enge Zusammenarbeit der ärztlichen und pflegerischen Teams der Lungenfachklinik Schillerhöhe in Gerlingen und des RBK war bereits in der Vergangenheit fester Bestandteil bei der Versorgung Lungenkranker. Und schon jetzt gehört das RBK Lungenzentrum Stuttgart zu den größten Zentren für Lungenmedizin in Deutschland, das Einzugsgebiet reicht weit über die Grenzen der Region Stuttgart hinaus. Neben dem Neubau mit 51 Betten vereint die Einrichtung auf dem RBK-Areal mit insgesamt 150 Betten nun interdisziplinäre, ganzheitlich ausgerichtete Spitzenmedizin in den Disziplinen Pneumologie, Onkologie und Thoraxchirurgie. Verbunden ist dieses Leistungsspektrum mit spezialisierter Pflege und (Atem-) Physiotherapie sowie mit den Werten des Klinikgründers Robert Bosch – Kompetenz und Menschlichkeit. Bei Lungenpatienten mit Mehrfacherkrankungen kann unmittelbar auf die Expertise der weiteren interdisziplinären Zentren des RBK zurückgegriffen werden.

Besonderheit Post-Covid-Ambulanz

Ein Beispiel für das spezialisierte Konzept ist die Post-Covid-Ambulanz am RBK Lungenzentrum Stuttgart. Ob nach mehreren Wochen Beatmung auf der Intensivstation aufgrund einer Corona-Infektion oder eingeschränkter Belastbarkeit von Herz und Lunge nach einem zunächst eher unspektakulären akuten Krankheitsverlauf: Hier können RBK-Patientinnen und -Patienten sowie externe Betroffene gleichermaßen vorstellig werden und erfahren „eine strukturierte Nachsorge“, so Prof. Dr. med. Claus Neurohr, Chefarzt der Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin. Erwähnenswert sei auch die Möglichkeit von Antikörper-Therapien in frühen Corona-Infektionsstadien für einen nach strengen Kriterien ausgewählten Kreis an Covid-Patienten mit hohem Risiko für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Diese Option werde bisher nur in wenigen Kliniken angeboten.

Hochspezialisiertes Leistungsspektrum

Das RBK Lungenzentrum Stuttgart arbeitet eng mit dem Universitätsklinikum Tübingen und dem Krebsforschungszentrum Heidelberg zusammen. Dies ermöglicht unter anderem die Teilnahme an klinischen Studien und – etwa in der Onkologie – eine patientenbezogene Spitzenforschung. Eine besondere Expertise hat das Lungenzentrum im Bereich der schweren und fortgeschrittenen Lungenerkrankungen, der Beatmungs- und Intensivmedizin. Eine wichtige Rolle spielt auch die sogenannte multimodale Tumortherapie, bei der unterschiedliche Behandlungansätze miteinander kombiniert werden, um optimale Ergebnisse zu erhalten.

Dabei verfügt das Lungenzentrum über hochspezialisierte diagnostische und therapeutische Ressourcen. Prof. Dr. med. Hans-Georg Kopp, Chefarzt der Fachabteilung für Pneumologische Onkologie (Tumorerkrankungen der Lunge und Atemwege) und Klinischer Leiter des Robert Bosch Centrums für Tumorerkrankungen (RBCT): „Wir bieten hier Behandlungen für Untergruppen von Lungenkrebserkrankungen an, die man andernorts möglicherweise gar nicht erst als solche diagnostizieren könnte.“ Aufgrund dieser vielfältigen Aktivitäten sei es möglich, dass Betroffene an Arzneimittelstudien teilnehmen können. Ein Team mit diesen umfangreichen Erfahrungen in Diagnostik und Therapie sei weit über die Region Stuttgart hinaus selten anzutreffen, so Prof. Kopp. „Als zertifiziertes Lungenkrebszentrum sind wir Teil des übergreifenden Onkologischen Zentrums des RBK, dem Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT).“ Lungentumoren sind dabei die am häufigsten diagnostizierte Krebsform, behandelt werden rund 1.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr.

Individualisierte Therapie

Auch PD Dr. med. Gerhard Preissler, Chefarzt der Fachabteilung für Thoraxchirurgie (operative Eingriffe am Brustkorb), weist auf die hohe Spezialisierung in seinem Fachgebiet hin: „Es wird immer wichtiger, individualisierte und maßgeschneiderte Therapiekonzepte zu entwickeln, denn häufig haben wir es mit Patientinnen und Patienten zu tun, die von verschiedenen Erkrankungen gleichzeitig betroffen sind. Im RBK Lungenzentrum Stuttgart haben wir nun alle Möglichkeiten und Bereiche vereint.“ Die Thoraxchirurgie sei die größte ihrer Art in der Region Stuttgart – und decke das Gesamtspektrum an OP-Methoden auf dem modernsten medizinischen und technischen Level ab, „mit einem Schwerpunkt auf der minimalinvasiven Chirurgie“, so Dr. Preissler. 

Hoher pflegerischer Standard

Überdurchschnittlich viele Pflegende im Team des RBK Lungenzentrums Stuttgart verfügen über Fachweiterbildungen und fachspezifische Zusatzqualifikationen in Intermediate Care, Anästhesie- und Intensivpflege, Onkologischer Fachpflege, Palliative Care, bei Mukoviszidose, Lungenhochdruck und Lungenfibrose. Die Pflegequalität wird auch durch den Einsatz von akademisch qualifizierten Pflegenden kontinuierlich weiterentwickelt. Zu den Themen Mukoviszidose und Atemnot werden spezielle pflegerische Sprechstunden angeboten.

Ganzheitliches Kunstkonzept

Gemäß dem Anspruch des RBK, mit Kunst eine heilende Umgebung zu schaffen, wird das neue Lungenzentrum ganzheitlich von zwei profilierten Künstlerinnen aus Berlin gestaltet. An allen vier Fassadenseiten stellt Tanja Rochelmeyer mit geschossübergreifenden floralen Motiven einen Bezug zur Natur her – die künstlerische Gestaltung einer Außenfassade ist ein Novum am RBK. Elisabeth Sonneck bringt die Zimmer der Patientinnen und Patienten sowie die Flure mit einer mehrschichtigen, durchlässig scheinenden Lasurmalerei in eine „atmende“ Balance zwischen Ruhe und Dynamik. Partiell werden auch im Diagnostikbereich Untersuchungsräume oder Decken farblich akzentuiert.

Kampagne „weil atmen leben ist“

Um die Ziele, das breite Behandlungspektrum sowie die Besonderheiten der neuen Einrichtung der Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat das Lungenzentrum die Image-Kampagne „weil atmen leben ist“ gestartet – der Claim steht für die lebenswichtige Bedeutung des Organs Lunge und ist Ausdruck für das Engagement, mit dem alle Teams den großen Anforderungen in einem medizinischen Hochleistungszentrum täglich begegnen. Zudem finden Interessierte auf der neuen Website www.rbk-lunge.de alle relevanten Informationen rund um das RBK Lungenzentrum Stuttgart. 

RBK Lungenzentrum Stuttgart

Das RBK Lungenzentrum Stuttgart gehört zur Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK), einem von der Robert Bosch Stiftung getragenen Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung. Mit 1.041 Betten und rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt es pro Jahr bis zu 40.000 Patienten stationär auf. Das Lungenzentrum, entstanden aus dem Zusammenschluss des RBK und der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen, gehört zu den größten Einrichtungen Deutschlands. In seinen drei Fachabteilungen Pneumologie, Onkologie und Thoraxchirurgie und verschiedenen Spezialambulanzen werden alle Lungen- und Atemwegserkrankungen interdisziplinär und mit modernsten Diagnostik- und Therapieverfahren behandelt. Erklärtes Ziel der ärztlichen Teams, spezialisierten Therapeuten und speziell ausgebildeten Pflegekräften ist es, allen Patienten die jeweils individuell optimale Therapie anzubieten. Das RBK Lungenzentrum Stuttgart beteiligt sich aktiv an Forschungs- und Studienarbeiten und kooperiert mit anderen Kliniken und Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen unter www.rbk-lunge.de

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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