21. November 2011 | Klinik Schillerhöhe

Qualifiziertes Training für die Atmung

Das Weaning-Zentrum der Klinik Schillerhöhe wurde erfolgreich zertifiziert.

Anfang November wurde dem Weaning-Zentrum an der Klinik Schillerhöhe, einem Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses, das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin überreicht. „Mit der Zertifizierung sehen wir das hohe Qualitätsniveau, auf dem die Abteilung arbeitet, bestätigt”, erklärt Prof. Dr. Martin J. Kohlhäufl, Chefarzt der Abteilung für Pneumologie und Pneumologische Onkologie der Klinik Schillerhöhe. „Wir freuen uns insbesondere darüber, dass der interdisziplinäre Ansatz unseres Weaning-Zentrums so erfolgreich ist – im Schnitt werden 80 Prozent der Patienten entlassen, ohne auf eine Heimbeatmungs-Station angewiesen zu sein“, fügt Prof. Kohlhäufl hinzu. „Die Zertifizierung eines Weaning-Zentrums ist ein deutlicher Beweis für Qualität. Die wenigen Zentren in Deutschland, die bislang ein Zertifikat erhalten haben, können auf diese Leistung sehr stolz sein”, so Prof. Dr. Michael Pfeifer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. Das Weaning-Zentrum der Klinik Schillerhöhe betreut nicht nur Patienten der drei Standorte des Robert-Bosch-Krankenhauses, sondern nimmt auch Personen auf, die zuvor in anderen Kliniken behandelt worden sind. Das Team aus Krankenpflegern, Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Psychologen hilft den Patienten beim Training für die eigenständige Atmung.

Behutsames Training für langfristigen Erfolg

Viele Patienten werden nach Operationen, Krankheiten oder nach schwerwiegenden Infekten für lange Zeit auf Intensivstationen beatmet. Durch die lange Liegedauer ohne selbstständige Atmung kann es zu Problemen, beispielsweise durch Schädigungen der Muskulatur und des Nervensystems kommen. Davon ist auch der größte Atemmuskel des Körpers, das Zwerchfell, betroffen. Durch die lange Pause verliert es an Umfang und ist nicht mehr so leistungsfähig wie zuvor. „In der Weaning-Phase müssen wir uns vorsichtig an die ursprüngliche Belastbarkeit wieder herantasten, um den Patienten langfristig eine eigenständige Atmung zu ermöglichen,“ erklärt Prof. Kohlhäufl.  

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Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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