27. Dezember 2012 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Robert-Bosch-Krankenhaus als Nephrologische Schwerpunktklinik zertifiziert

Als erste Klinik in Baden-Württemberg hat das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) das Zertifikat als „Nephrologische Schwerpunktklinik“ der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) erlangt.

Das Zertifizierungssystem für Nephrologische Schwerpunktkliniken wurde von der DGfN entwickelt, um eine Verbesserung in der Versorgung von  nephrologisch erkrankten Personen zu erreichen. Das verhältnismäßig junge Zertifizierungssystem besteht seit Anfang 2012. Im September diesen Jahres durchlief das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus das anspruchsvolle Verfahren. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zertifizierung sind unter anderem die Anzahl Betten, die für nephrologische Patienten zur Verfügung stehen, vorhandene Dialyseplätze und angebotene Dialysemethoden, Behandlungszahlen sowie spezielle Strukturen in der Klinik, welche die Behandlung von nephrologischen Patienten unterstützen.

Effektive Strukturen und starke Kooperationen

"Das Robert-Bosch-Krankenhaus konnte die Erfüllung der Anforderungen an Nephrologische Schwerpunktkliniken im vorab eingereichten Erhebungsbogen und im Vor-Ort-Audit erfolgreich nachweisen," sagt Jürgen Fischer, Geschäftsführer der Zertifizierungsstelle ClarCert. „Wir legen sehr großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Betreuung unserer nephrologischen Patienten. Dazu haben wir im RBK effektive Strukturen geschaffen, aber auch wertvolle Kooperationen mit starken Partnern geschlossen,“ erklärt Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhausgesellschaft GmbH. "Dass wir nun als erste Klinik im Land dieses anspruchsvolle Zertifikat verliehen bekommen haben, bestätigt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden," fügt er hinzu.

Nephrologisches Leistungsspektrum auf hohem Niveau

Am RBK werden sämtliche nephrologischen Erkrankungen behandelt, des Weiteren sind alle gängigen Dialyseverfahren (Hämodialyse, Peritonealdialyse) sowohl stationär als auch ambulant möglich. Innerhalb der Dialyseabteilung werden derzeit etwa 8.000 Hämodialysen pro Jahr durchgeführt. Gemeinsam mit der Patienten-Heimversorgung (PHV) wird das Heimdialyse-Zentrum als ambulantes Trainingszentrum für Peritonealdialyse betrieben. Die Abteilung für
Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie, die von Prof. Dr. Mark Dominik Alscher geleitet wird, ist Kooperationspartner im Netzwerk Niere Regio Stuttgart, einer Initiative zur Optimierung der Behandlung nierenkranker Patienten an der Schnittstelle zwischen ambulantem und stationärem Sektor. Seit Juli 2012 besteht am RBK zudem ein Shunt-Zentrum, das von Prof. Dr. Hinrich Bitter-Suermann, einem international renommierten Experten auf dem Gebiet der Transplantations- und Shuntchirurgie, geleitet wird. Prof. Bitter-Suermann wird an dem interdisziplinär arbeitenden Zentrum, das in die Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie eingebettet ist, weitere Ärzte in diesem Fachgebiet ausbilden. Ein Shunt ist ein chirurgisch geschaffener Gefäßzugang zwischen Arterien und Venen der Arme, der notwendig für die Durchführung der Hämodialyse ist.

Die Zahl der Erkrankten nimmt zu

Die Zahl nierenerkrankter Menschen steigt weltweit dramatisch an: 2007 litten weltweit 246 Millionen Menschen an Diabetes mellitus Typ II, in Deutschland ist mittlerweile jeder fünfte Erwachsene an Bluthochdruck erkrankt. Die Gründe für die Zunahme der Nierenerkrankungen sind vielschichtig. Zum einen ist dies auf die massive Ausbreitung sogenannter Wohlstandserkrankungen zurückzuführen. „Wir beobachten, dass Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettleibigkeit (Adipositas) in den letzten Jahren in den industrialisierten Ländern weiter zugenommen haben“, erklärt Prof. Dr. Mark Dominik Alscher. Da der Nierenfunktionsverlust auch eine Alterserscheinung ist, steigen durch die allgemeine demographische Entwicklung auch die Zahlen betroffener älterer Personen an. Damit einher geht ein Kostenanstieg, der von den Gesundheitssystemen bewältigt werden muss.

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Das Robert-Bosch-Krankenhaus wurde als Nephrologische Schwerpunktklinik zertifiziert.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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