02. Oktober 2014 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Robert-Bosch-Krankenhaus eröffnet Stuttgarts erstes Comprehensive Cancer Center

Im neuen Funktionsgebäude Atrium des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) ist ein bislang in Stuttgart einmaliges Comprehensive Cancer Center (CCC) angesiedelt. Das Tumorzentrum, das nach Vorbild erfolgreicher US-amerikanischer Einrichtungen am RBK etabliert wurde, ist exklusives Partnerzentrum des „Südwestdeutschen Tumorzentrums – Comprehensive Cancer Center“ des Universitätsklinikums Tübingen. Alleinstellungsmerkmal des CCC am RBK ist die räumliche Zusammenfassung aller an der onkologischen Therapie beteiligten Bereiche sowie der enge Austausch mit der aktuellen Krebsforschung.

Das RBK genießt einen exzellenten Ruf in der onkologischen Medizin. Das Onkologische Zentrum war eines der ersten Zentren Deutschlands, das die anspruchsvolle Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. erfolgreich durchlief. Nun geht das RBK einen weiteren Schritt, der eine konseqente Weiterentwicklung zum Wohle der Patienten darstellt: Im neuen Gebäude Atrium befindet sich ein Comprehensive Cancer Center (CCC), das nach dem Vorbild von erfolgreichen Einrichtungen in den USA am RBK etabliert wurde. Im CCC sind alle medizinischen Disziplinen, die an der onkologischen Behandlung beteiligt sind, räumlich in einem Behandlungszentrum zusammen gefasst. Ein derartiges Zentrum ist in der Region Stuttgart einmalig. „Leitgedanke bei der Einrichtung des CCC am RBK war, dass die Medizin zum Patienten kommen muss – nicht umgekehrt. Ziel unseres neuen Tumorzentrums ist, dass Patienten mit einem einzigen Besuch bei uns bereits einen großen Schritt in ihrer Therapie vorwärts gekommen sind, da Besprechungs- und Untersuchungstermine optimal aufeinander abgestimmt sind. Lange Wartezeiten von mehreren Tagen beispielsweise zwischen einer radiologischen Untersuchung und einer anschließenden Besprechung mit dem behandelnden Arzt gehören der Vergangenheit an“, erklärt Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des RBK. Zu dem besonderen Konzept gehören auch die räumliche Integration der Onkologischen und Psychosomatischen Tagesklinik sowie ein breit gefächerts Betreuungsangebot, das die Patienten neben der Therapie bestmöglich unterstützt. Auch das Lungenzentrum der Klinik Schillerhöhe, Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses in Gerlingen, ist nun in der Landeshauptstadt vertreten.

Individualisten bilden ein erfolgreiches Team

Möglich wird dies durch gelebte Interdisziplinarität: bereichsübergreifendes Arbeiten über Abteilungs-, Zentrums- und Standortgrenzen hinweg. In täglichen Tumorkonferenzen wird das diagnostische und therapeutische Behandlungskonzept jedes einzelnen Patienten mit allen Fachdisziplinen erörtert. Die Teilnehmer dieser Besprechungen kommen an allen medizinischen Disziplinen, die an der Krebstherapie beteiligt sind: Operateure, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Gastroenterologen, Pneumologen und Pathologen. Je nach Patient und Bedarf werden weitere ärztliche, psychologische oder pflegerische Disziplinen zur Beratung hinzugezogen. Dabei kann das RBK auf die fachliche Expertise seiner verschiedenen zertifizierten Zentren zugreifen, die unter dem Dach des CCC weiter bestehen:

  • Zertifiziertes Onkologischen Zentrum (DKG)
  • Zertifiziertes Brustzenrum (DKG)
  • Zertifiziertes Darmzentrum (DKG)
  • Zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum (DKG)
  • Zertifiziertes Lungenzentrum (DKG)
  • Zentrum für Leukämien, Lymphome und Myelome (DKG)
  • Zentrum für Gastrointestenale Tumore (DKG)
  • Zentrum für Stammzell/Knochenmarktransplantation (JACIE)

In der interdisziplinären Tumorkonferenz werden alle Aspekte der Behandlung individuell für jeden Patienten ausgelotet. Diese kann neben einer Operation auch eine Bestrahlung oder Chemotherapie umfassen, auch über den möglichen Einschluss in eine der mindestes 200 Studien wird beraten. Der behandelnde Arzt bespricht daraufhin ausführlich die Empfehlung der Tumorkonferenz mit dem Patienten.

Enge Verzahnung von Medizin und Forschung für ein Netzwerk der Spitzenmedizin

Voraussetzung für die Bildung eines CCC ist eine enge Verbindung von medizinischer Praxis und klinischer Forschung. Von diesem Brückenschlag profiteren beide Seiten: Die Forschung kann ihren Bedarf genau am Patienten ausrichten, diese haben wiederum den Vorteil, dass aktuelle Erkenntnisse direkt in ihrer Behandlung berücksichtigt werden können. Das Tumorzentrum am RBK verfügt mit dem Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie über einen starken Partner. Das Institut zählt zu den international renommiertesten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung. Schwerpunkt der Forschungsarbeiten ist die Frage, welche individuellen Faktoren die Wirkung und Nebenwirkung eines Medikaments beeinflussen. Mit diesen Erkenntnissen kann durch eine individualisierte Therapie eine optimale Behandlung für jeden Patienten gefunden werden. Weiterer Partner ist das Südwestdeutsche Tumorzentrum der Universitätsklinik Tübingen (UKT). Gemeinsam haben sich UKT und RBK auf eine exklusive Partnerschaft verständigt, die Know-how bündelt und den Patienten beider Einrichtungen zugute kommt. Zusammen mit den beteiligten Einrichtungen aus Forschung und Medizin bildet das CCC ein für die Region Stuttgart einmaliges Netzwerk der Spitzenmedizin.

Modernste Diagnostik

Den Patienten des Tumorzentrums am RBK sowie der Klinik Schillerhöhe stehen alle modernen Möglichkeiten zur Erkennung von Krebserkrankungen zur Verfügung. Auch hier ist eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Fachbereiche maßgebend. Dazu gehören neben einem großen Spektrum an endoskopischen Untersuchungen wie Magen- und Darmspiegelungen auch die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie und die Positronen-Emissions-Tomographie.

Strahlentherapie in Kooperation mit dem Marienhospital Stuttgart

Daneben haben Patienten des RBK die Möglichkeit, von dem Know-how des Marienhospitals Stuttgart in der Strahlentherapie zu profitieren. Im Zuge der Errichtung des neuen Gebäudes Atrium wurden hochmoderne Räulichkeiten für Linearbeschleuniger der neuesten Generation errichtet, die vom Marienhospital im RBK betrieben wird. Ein Strahlentherapeut nimmt stets an den Tumorkonferenzen des CCC teil und plant gemeinsam mit den Krebsspezialisten der anderen Disziplinen die Behandlung. Dabei stehen hochmoderne Bestrahlungstechniken zur Verfügung, insbesondere auch solche, die das angrenzende Gewebe besonders schonen (IMRT).

Im Atrium, dem im Oktober 2014 eröffneten Funktionsgebäude des RBK, befindet sich das neu etablierte Comprehensive Cancer Center (CCC).

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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