19. September 2014 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Robert-Bosch-Krankenhaus leitet Forschungsprojekt zur Telemedizin – erfolgreiches Kick-off Meeting

Das Verbundforschungsprojekt zur Nutzenbewertung der Telemedizin als Unterstützung für die ambulante geriatrische Betreuung (TUG) ist gestartet. Am Donnerstag, 18. September, fand ein erstes Treffen der beteiligten Partner am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) statt: Gemeinsam wurde ein Fachsymposium für geriatrische Mediziner, Pflegekräfte und Experten des telemedizinischen Bereichs ausgerichtet.

Das TUG Projekt, das vom RBK als Verbundkoordinator geleitet wird, wird vom Wissenschaftsministerium sowie dem Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert. In diesem Projekt arbeiten Experten aus dem RBK, des Dr. Margarete Fischer-Bosch-Instituts für Klinische Pharmakologie (IKP), innovative Unternehmen der Telemedizin-Branche sowie Experten aus dem Bereich der ambulanten geriatrischen Pflege und Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg zusammen. Auf dem Fachsymposium konnten sich die Besucher über die Themen informieren, welche die Kooperationspartner in den kommenden zehn Monaten der ersten Projektphase beschäftigen werden. Darunter unter anderem die Fragen nach Chancen, Anforderungen und Barrieren der telemedizinischen Versorgung älterer Menschen, Möglichkeiten und Grenzen von Telemonitoring sowie technologische Möglichkeiten, die das Verbundforschungsprojekt nutzen wird. „Durch die intensive Zusammenarbeit entwickeln die Verbundpartner nachhaltige und innovative Versorgungskonzepte mit telemedizinischer Unterstützung. So erhoffen wir uns, dass langfristig eine verbesserte medizinische Versorgung von pflegebedürftigen, multimorbiden, geriatrischen Patienten in der häuslichen Betreuung gewährleistet werden kann“, fasst Prof. Dr. Matthias Schwab, Leiter des IKP, das Ziel des Projekts zusammen.

Gesellschaftlicher Auftrag

Eine zunehmende Alterung der Bevölkerung lässt die Zahl geriatrischer Patienten stetig ansteigen. Die tägliche Versorgung dieser häufig multimorbiden Patienten ist somit von wachsender Bedeutung. „Vor dem Hintergrund, dass gerade in ländlichen Regionen immer weniger Personen in medizinischen und pflegerischen Berufen tätig sind, können durch den Einsatz moderner IT-Lösungen Versorgungslücken geschlossen werden. Wir sind sehr stolz darauf, dass das Land Baden-Württemberg uns an diesem wichtigen gesellschaftlichen Auftrag beteiligt“, macht Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des RBK, deutlich. Das RBK ist bereits seit Jahren in dem Bereich der Telemedizin aktiv. Zuletzt startete es im Jahr 2012 gemeinsam mit Bosch Healthcare und der Techniker Krankenkasse die telemedizinische Kooperation „Alltag mit Telemedizin erfolgreich meistern“ (A.T.e.m.). Im Rahmen dieses Projekts wurde die flächendeckene Betreuung von Patienten mit chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) getestet. Die telemedizinischen Daten von mehr als 300 Personen wurden täglich im Telemedizinischen Zentrum des RBK ausgewertet. „Durch A.T.e.m. haben wir wertvolle Erfahrungen sammeln können, die wir nun in das aktuelle TUG-Projekt einbringen können“, ist sich Prof. Alscher sicher.

Verbundpartner des TUG-Projekts

  • Robert-Bosch-Krankenhaus
    (Ärztlicher Leiter Prof. Dr. Mark Dominik Alscher)
  • Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie
    (Leiter Prof. Dr. Matthias Schwab)
  • Abteilung für Geriatrie und Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus
    (Chefarzt Prof. Dr. Clemens Becker)
  • Nubedian GmbH
  • Robert Bosch Healthcare GmbH
  • Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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