05. April 2013 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Schnell zurück in die Selbstständigkeit

Das Zentrum für Alterstraumatologie am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) ist auf die typischen Verletzungen und Erkrankungen älterer und gebrechlicher Menschen spezialisiert.

Der demografische Wandel macht auch vor Krankenhäusern nicht Halt: immer mehr Patienten sind älter als 70 Jahre und weisen bei Unfällen die für ihre Altersgruppe typischen Verletzungen von Wirbelsäule, Oberschenkel, Oberarm und Speiche auf. „Meistens können wir diese auf Stürze im häuslichen Umfeld zurückführen“, erklärt Prof. Dr. Bernd Kinner, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am RBK. Oftmals wird eine Behandlung durch das Vorhandensein von Osteoporose oder anderen Begleiterkrankungen erschwert. Derart komplexe Krankheitsbilder erfordern eine genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Therapie – auch über Fachbereiche hinaus. „Operation oder konventionelle Behandlung muss Hand in Hand mit der Therapie von Begleiterkrankungen und der folgenden Rehabilitation gehen“, so Prof. Kinner. Ziel ist, die Patienten so schnell wie möglich wieder sprichwörtlich auf eigenen Füßen stehen zu lassen und sie in ihr gewohntes soziales Umfeld und ein selbstständiges Leben zurück zu führen.

Spezielle Behandlung für ältere Patienten

Diese ganzheitliche Versorgung, bei welcher der ältere Mensch mit seinen verschiedenen Problemen im Mittelpunkt steht, erfordert eine Expertise, die nur in einem kooperativ strukturierten Zentrum vorhanden ist. „Durch die unbürokratische Vernetzung der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am RBK können wir eine solche Versorgung auf höchstem Niveau sicherstellen“, macht Prof. Kinner deutlich. Das Zentrum für Alterstraumatologie am RBK ist das erste dieser Art in Stuttgart, das erfolgreich ein anspruchsvolles Zertifizierungsverfahren nach DIN  EN  ISO  9001.2008 durchlaufen hat. Der interdisziplinäre Zusammenschluss aus verschiedenen RBK-Abteilungen und externen Kooperationspartnern wurde Mitte 2012 am RBK etabliert. Bereits im Dezember des gleichen Jahres erteilte die Zertifizierungsstelle DIOcert GmbH das Gütesiegel an das verhältnismäßig junge Zentrum. 

Auch im Bereich der Pflege erfahren die geriatrischen Patienten eine speziell auf sie zugeschnittene Behandlung. Die zumeist lange Liegezeit nach einer schweren Verletzung hat den raschen Schwund von Muskeln zur Folge. Jüngere Personen können dies schnell kompensieren, sobald sie wieder genesen sind, ein älterer Mensch hat damit jedoch große Schwierigkeiten. Damit die wichtige Muskulatur gar nicht erst abgebaut wird, unternehmen Physiotherapeuten mit den geriatrischen Patienten ein regelmäßiges Programm zur Stärkung der Steh- und Gehfähigkeit direkt auf Station.

Neben der akutstationären Behandlung berät die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie ältere Menschen bei orthopädischen Problemen wie degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, Schulterproblemen oder Arthrose. Weiterhin ist sie spezialisiert auf die Behandlung von Fußproblemen des geriatrischen Patienten und bietet eine alterstraumatologische Sprechstunde an. Auch die Zeit nach dem Aufenthalt des Patienten im RBK haben Prof. Kinner und sein Team im Visier: „Unsere Patientenkoordinatoren organisieren mit den Patienten und Angehörigen die optimale Rehabilitationsbehandlung. Im Anschluss daran kontrollieren wir gemeinsam mit dem niedergelassenen Facharzt und dem Hausarzt den Heilungsverlauf.“  

Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am RBK

Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie besteht seit Januar 2010 am RBK und konnte sich in dieser Zeit als eine feste Größe in der operativen Versorgung der Stuttgarter Bevölkerung etablieren. Im Jahr 2012 führte das Team von Chefarzt Prof. Dr. Bernd Kinner insgesamt 2.150 Operationen durch, darunter 600 an geriatrischen Patienten. Eingebunden in das Interdisziplinäre Notaufnahmezentrum betreute die Abteilung im vergangenen Jahr über 10.000 Notfälle. Ein weiterer Schwerpunkt ist der künstliche Gelenkersatz, der durch ein spezialisiertes chirurgisches Team durchgeführt wird. Hier gehören neben dem Kniegelenkersatz auch die Hüft-, Sprunggelenk-, Schulter- und Ellenbogenendoprothetik zum Leistungsspektrum.

 

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Im Zentrum für Alterstraumatologie am RBK steht der ältere Patient mit seinen speziellen Problemen im Mittelpunkt.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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