17. Februar 2012 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Schnelle Hilfe bei unklarer Diagnose: Robert-Bosch-Krankenhaus, MEDI Baden-Württemberg und Bosch BKK starten neue Kooperation

Eine neue Kooperation soll Patienten helfen, bei denen Therapien trotz aller Bemühungen zu keinem nachhaltigen Erfolg geführt haben: Das Robert-Bosch-Krankenhaus, der Ärzteverbund MEDI Baden-Württemberg und die Bosch BKK haben jetzt vereinbart, diese Patienten innerhalb von zwei Wochen an Spezialisten im Krankenhaus zu vermitteln.

Hausarzt, Facharzt und Krankenkasse können dem Patienten einen Termin für eine umfassende und wenn nötig interdisziplinäre Diagnostik bei einem so genannten „fachlichen Koordinator“ im Krankenhaus verschaffen. Am Ende der Untersuchung stehen eine gesicherte Diagnose und ein Therapievorschlag. Die Weiterbehandlung erfolgt in der Regel wieder im ambulanten Bereich durch einen Facharzt oder den Hausarzt, bei Bedarf auch durch ein Krankenhaus. Den ersten Behandlungstermin vereinbart der Koordinator für den Patienten.

„Damit die Patienten jeweils gleich den richtigen Ansprechpartner haben, vereinbaren die Koordinatoren direkt mit den Chefärzten die Termine“, erläutert Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor am Robert-Bosch-Krankenhaus. „Falls Fragen bestehen, können die Koordinatoren zunächst das Sekretariat des Ärztlichen Direktors ansprechen. Von dort erfolgt dann die weitere Vermittlung“, so Prof. Alscher. „Es kann eine Vielzahl an medizinischen Fachgebieten adressiert werden, darunter Magen-Darmerkrankungen, Herzerkrankungen, Krebserkrankungen, Nierenerkrankungen, Lungenerkrankungen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Alterserkrankungen und Gelenkerkrankungen“, fügt Prof. Alscher hinzu.

Mit der Kooperation zeigen die Partner, dass sie im Interesse des Patienten Wert auf eine fachübergreifende ärztliche Versorgung legen, meint auch Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. Er sieht Vorteile für die Patienten und die teilnehmenden Ärzte: „Gerade bei langwierigen und schwierigen Krankheitsbildern müssen alle Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Wobei die Verantwortung für die Therapie immer beim behandelnden niedergelassenen Arzt liegt.“

Die Bosch BKK vergütet den beteiligten Ärzten ihren zusätzlichen Aufwand. Dies sieht sie als Investition in eine bessere Versorgung von Patienten, die sich langfristig auch für die Krankenkasse auszahlen wird. „Wenn es uns gelingt, die gesundheitliche Situation der betroffenen Versicherten zu klären, dann trägt das nicht nur zu deren Zufriedenheit bei“, meint Bosch BKK-Vorstand Bernhard Mohr. „In vielen Fällen sind solche Patienten wiederholt – mit unterschiedlichen Diagnosen – arbeitsunfähig. Wenn sie durch unser Angebot wieder schneller in den Beruf zurückkehren können oder wenn wir dadurch stationäre Behandlungen vermeiden können, dann führt das auch zu Einsparungen für die Krankenkasse.“

 

Pressekontakt

Robert-Bosch-Krankenhaus
Unternehmenskommunikation
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3047
Telefon 0711/8101-3054
unternehmenskommunikation@rbk.de