02. Januar 2012 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Stabwechsel in der Allgemein- und Viszeralchirurgie

Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Steurer ist seit Januar 2012 neuer Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK). Er folgt in dieser Position auf Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus-Peter Thon, der nach mehr als zwanzig Jahren in den Ruhestand ging.

Als Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Steurer in seiner Heimat Innsbruck das Medizinstudium begann, ging für ihn ein bereits lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Ich habe als Kind schon gewusst, dass ich Chirurg werden möchte”, sagt der 50-Jährige, „diese feinmechanische Arbeit hat mich schon immer fasziniert. Gleichzeitig wollte ich aber immer auch mit Menschen arbeiten – ein technisches Fach kam somit nicht in Frage.” Selbst die Zeit beim Bundesheer nutzte er, um in der Medizin tätig sein zu können und machte neben seinem Grundwehrdienst eine Ausbildung in der Anästhesie an der Universitätsklinik Innsbruck.

Karrierestationen in Innsbruck, Boston und Tübingen
Dort trat Dr. Steurer dann auch seine erste Stelle als Assistenzarzt in der Abteilung für Allgemein- und Transplantationschirurgie an. Seiner Heimat Innsbruck blieb er noch einige Jahre treu: Zunächst als Oberarzt und später als Leitender Oberarzt war er stets in der Transplantationschirurgie tätig, zudem leitete er das Nieren- und Pankreastransplantationsprogramm der Universitätsklinik. Für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt verschlug es ihn nach Boston an die Harvard Medical School, anschließend führte er, zurück in Innsbruck, seine Forschungsarbeiten mit einer eigenen Arbeitsgruppe fort. „In dieser Zeit konnte ich viele junge Mediziner von der Chirurgie überzeugen, das hat mich sehr gefreut”, erklärt Dr. Steurer. 2004 folgte er nach seiner Habilitation seinem Doktorvater und damaligem Chefarzt Prof. Dr. Alfred Königsrainer nach Tübingen, wo Dr. Steurer als Leitender Oberarzt für das Transplantationszentrum verantwortlich zeichnete. Gleichzeitig übernahm er das Amt des stellvertretenden Ärztlichen Direktors der Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie.

Meilensteine in Kaiserslautern
2008 wechselte Dr. Steurer als Chefarzt an das über 1.300 Betten starke Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern. Unter seiner Führung wurde das dortige Darmkrebs-Zentrum gegründet sowie die erste Pankreastransplantation in Kaiserslautern durchgeführt. Des Weiteren baute er den gesamten Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie weiter aus, indem er der Leber- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie sowie der Chirurgie der endokrinen Organe, wie beispielsweise der Schilddrüse, besondere Bedeutung beimaß.

Perspektiven für das RBK
„Das RBK ist hinsichtlich der Tumorchirurgie, der minimal-invasiven und auch der narbenlosen Chirurgie bereits optimal aufgestellt”, erklärt Dr. Steurer. „Diese ausgezeichnete Position ist eine sehr gute Basis, um die Vorreiterrolle der Abteilung weiter auszubauen. In allen chirurgischen Disziplinen werden die minimal-invasiven Verfahren zunehmend an Bedeutung gewinnen – hier können mit der exzellenten Expertise des Hauses neue Gebiete und Möglichkeiten erschlossen werden.”

Ullrich Hipp, Geschäftsführer des RBK ist sich sicher, dass der neue Chefarzt seine vielseitigen Spezialkenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle der Abteilung sowie des ganzen Hauses einbringen kann. „Einen Nachfolger für diese große Abteilung des RBK zu finden, war keine leichte Aufgabe. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir Priv.-Doz. Dr. Steurer für diese anspruchsvolle Schlüsselposition gewinnen konnten”, fügt er hinzu.

 

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Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Steurer ist seit Januar 2012 neuer Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Robert-Bosch-Krankenhauses.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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