15. November 2021 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Theaternebel, Äxte, Drehleitern: Feuerwehrübungen in den ehemaligen Wohnheimen des Robert-Bosch-Krankenhauses

In den zurückliegenden Tagen „qualmte“ es mehrfach heftig in den ehemaligen Personalwohnheimen des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK). Feuerwehrleute kletterten über Drehleitern an den Fassaden in die oberen Stockwerke – kein Ernstfall, sondern großangelegte Übungen der Stuttgarter Feuerwehr. Schon bald werden die alten Gebäude abgerissen. An ihrer Stelle entsteht in den kommenden Jahren moderner Wohnraum für die RBK-Beschäftigten.

Stuttgart – Für die Stuttgarter Feuerwehr war es ein Glücksfall: Das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) hat die ehemaligen Wohnheime der RBK-Mitarbeitenden in den vergangenen Tagen für Übungen zur Verfügung gestellt. Die Gebäude stammen aus den siebziger Jahren und wurden für den anstehenden Abriss geräumt.

Löschzüge mit bis zu zwölf Fahrzeugen und bis zu 36 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Stuttgart sowie der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart, Abteilung Stammheim, durften an unterschiedlichen Übungstagen anrücken. Simuliert wurden Brände, bei denen Menschen gerettet und evakuiert werden müssen. Ein aufwendiges Training: Atemschutztrupps lokalisierten mögliche Brandherde in den mittels Theater-Nebelmaschinen „verrauchten“ Räumlichkeiten und brachten gefährdete Personen (Dummies) in Sicherheit. Verschlossene Türen wurden mit Spezialwerkzeug schnellstmöglich aufgebrochen. Begleitend wurden der Aufbau einer Wasserversorgung und die „Entrauchung“ der Gebäudeteile geübt.

All dies dient dazu, wichtige Handlungsabläufe zu trainieren. „Für die Feuerwehr Stuttgart sind realitätsnahe Übungen sehr wichtig. So wird sichergestellt, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“, erläutert Daniel Anand, Pressesprecher der Branddirektion Stuttgart. „Eine Besonderheit war auch, dass hier das Hochhausbrandkonzept der Feuerwehr Stuttgart trainiert werden konnte“, so Anand. In den kommenden Tagen sind noch weitere Übungen unter anderem der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart, Abteilung Wangen, geplant.

Im Dezember beginnen dann die Entkernungsarbeiten der in die Jahre gekommenen Gebäude. An ihrer Stelle entsteht ein Campus mit fünf unterschiedlich hohen quadratischen Wohntürmen, die insgesamt 324 moderne Wohneinheiten für RBK-Mitarbeitende beherbergen werden. Unter den Wohngebäuden wird eine Tiefgarage mit rund 920 Stellplätzen gebaut, in einem zusätzlichen Neubau werden Verwaltungsflächen sowie eine neue Rettungswache untergebracht.

Auf eine besucher- und familienfreundliche Infrastruktur wird geachtet: In den Erdgeschossflächen wird es einen rund um die Uhr geöffneten Supermarkt und eine Bäckerei geben. Diese beiden Angebote stehen außer den RBK-Mitarbeitenden auch den Patienten, Besuchern, Anwohnern des Burgholzhofes sowie der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Bewohner und Bewohnerinnen können zudem eine zentrale Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsbereich, einen zentralen Waschsalon sowie eine firmeneigene Kita mit 60 Plätzen nutzen.

Die Gesamtbaumaßnahme soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Prof. Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses, verweist auf die Aufwertung, die der neue Campus für das RBK bringen wird: „Wir freuen uns, unseren Mitarbeitenden dadurch attraktiven, modernen Wohnraum zu moderaten Mietkonditionen anbieten zu können.“


Robert-Bosch-Krankenhaus

Die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) in Stuttgart ist ein von der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei Standorten. Seit 1978 zählt das Robert-Bosch-Krankenhaus zu den Akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität Tübingen. Mit 1.041 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation im Jahr bis zu 40.000 Patienten stationär auf. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Patienten individuell betreut fühlen. Forschungsinstitute zur Klinischen Pharmakologie und zur Medizingeschichte sind dem Krankenhaus angegliedert.
Mehr Informationen unter www.rbk.de
     

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